Karlsruhe – Der Karlsruher SC hat den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst.
Das Team von Trainer Markus Kauczinski kam überraschend gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und konnte zwar am Zweiten 1. FC Kaiserslautern vorbeiziehen, nicht aber am punktgleichen Spitzenreiter RB Leipzig (alle 8) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
Liga-Neuling Heidenheim (5) sammelt derweil zu Saisonbeginn weiter fleißig Punkte.
Reinhold Yabo bewahrte die Karlsruher mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 48. Minute vor der ersten Saisonniederlage (Highlights So., ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1 in Hattrick Pur – Die 2. Bundesliga).
„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das nötige Tempo gezeigt“, meinte KSC-Coach Markus Kauczinski nach dem Spiel kritisch bei „Sky“. „In der zweiten Hälfte haben wir das besser gemacht, der letzte Pass hat dann aber leider gefehlt.“
Adriano Grimaldi hatte in der sechsten Minute den Führungstreffer der Gäste erzielt, als er nach einem sehenswerten Solo KSC-Torwart Dirk Orlishausen keine Chance ließ.
Die Heidenheimer überließen den Gastgebern vor 15.541 Zuschauern von Beginn an die Initiative und verteidigten nach der frühen Führung mit viel Leidenschaft und Geschick.
Der KSC knüpfte allerdings auch nicht an die starke Leistung vom 2:0-Sieg bei Absteiger Fortuna Düsseldorf an. Einzig einige Patzer von Torwart Jan Zimmermann bei hohen Bällen brachten die Gäste vor der Pause in Schwierigkeiten.
Nach Wiederanpfiff erwies der schwache Zimmermann seiner Mannschaft endgültig einen Bärendienst und bescherte Karlsruhe durch ein dummes Foul an Manuel Torres den Strafstoß, der zum Ausgleich führte.
„Wir haben es in der zweiten Halbzeit wesentlich besser gemacht und uns viele Chancen herausgearbeitet. Da hatten wir gefühlt 95 Prozent Ballbesitz und 18 Torchancen. Da müssen wir dran arbeiten, dass wir das künftig in Tore ummünzen“, sagte KSC-Routinier Dominic Peitz nach der Partie im Interview bei „Sky“.
Deutlicher zufriedener war da schon Gästecoach Frank Schmidt. „Wir haben die Räume sehr eng gemacht. Durch die Aktionen, die wir fahren wollten, das schnelle Umschalten, sind wir früh in Führung gegangen“, sagte der 40-Jährige. „Wenn du dann aber 40 Minuten unter Dauerbeschuss stehst, aber nicht die ganz großen Chancen zulässt, ist dieser Punkt am Schluss nicht unverdient.“
Nach dem Ausgleich hatten die Karlsruher den Druck erhöht, doch Heidenheim verteidigte mit etwas Glück den Punkt erfolgreich – auch dank Zimmermann, der in der Nachspielzeit einen Schuss von Manuel Gulde mit einem starken Reflex parierte. Das wäre schlussendlich die Tabellenspitze für den KSC gewesen.