Mit insgesamt 15 Spielen in drei Tagen sorgte die LEC mit dem am vergangenen Wochenende ausgespielten Superspieltag noch einmal für ein abschließendes Highlight für die reguläre Saison des Spring Splits 2022. Denn es blieb bis zur letzten Partie spannend.
Zwar standen mit Rogue, Fnatic, Misfits Gaming und G2 Esports schon vier von sechs Playoff-Teilnehmern fest, doch gerade mit Blick auf die für das Playoff-Seeding wichtigen Platzierungen an der Tabellenspitze konnte noch einiges bewegt werden. Zusätzlich gab zwei Endrunden-Tickets zu vergeben. Mit Excel, Team Vitality, den MAD Lions sowie SK Gaming stritten sich auch hier vier Teams um den Saisonabschluss.
Excel: Endlich die historische erste Playoff-Qualifikation!
Lässt man SK Gaming als klassisches Mittelfeld-Team außen vor, ging es für die anderen drei angesprochenen Teams um deutlich mehr, als die bloße Qualifikation für die Endrunde.
Für Excel wäre es die allererste Playoff-Teilnahme, seitdem die britische Organisation in der LEC vertreten ist. Seit nunmehr drei Jahren scheitert man bei XL immer wieder denkbar knapp. Doch nicht dieses Mal.
Ein Sieg (gegen SK Gaming) aus drei Spielen reichte. Mit einer abschließenden Bilanz von 9-9 steht man nach dem Ende des 18. Spieltags auf Platz fünf der Tabelle und hat damit endlich das historische erste Mal Playoffs klarmachen können.
Gleichzeitig begrub der Debütant mit dem Sieg auch die Hoffnungen von SK Gaming. Die deutsche Organisation hätte alle drei Partien des letzten Spieltages gewinnen müssen, um überhaupt noch eine rechnerische Chance auf die Endrunde haben zu können.
Damit wurde der letzte Playoff-Platz zwischen Team Vitality und den MAD Lions ausgespielt.
Novum seit 2015 – Titelverteidiger verpasst Playoffs
Für die Bienen, die vor der Saison nicht zuletzt von sich selbst als absolutes Top-Team dargestellt worden sind, ging es darum, den Super-GAU zu verhindern und mit einem mit Stars wie Perkz, Alphari und Carzzy gespicktem Team tatsächlich schon vor Beginn der Endrunde zu scheitern. MAD auf der anderen Seite wollte nicht das erste Team seit Elements 2015 sein, dass als Titelverteidiger die Playoffs verpasst.
Ähnlich wie SK mussten die Löwen für eine erfolgreiche Last-Minute-Qualifikation zum einen auf Schützenhilfe der anderen Teams hoffen und zum anderen selbst alle drei Partien gewinnen. Vitality hatte es also in der Hand – ein Sieg und auch sie wären wie Excel nicht mehr einholbar gewesen.
Bis zum letzten Spiel ließ sich das vermeintliche Super-Team Zeit. Nachdem man zuvor gegen MAD und G2 verloren hatte, konnte man im letzten Spiel der regulären Saison Kellerkind Astralis besiegen und damit den letzten Playoff-Platz sichern.
Für die MAD Lions, die im Jahr zuvor sowohl noch den Spring als auch Summer Split gewinnen konnten, geht die Saison auf einem enttäuschenden siebten Platz zu Ende.
Rogue wählt Misfits – Classico bekommt Neuauflage
Weiter oben konnte Rogue die reguläre Saison zum vierten Mal in Folge an der Spitze der Tabelle abschließen und durfte sich damit ihren Gegner für die erste Playoff-Runde zwischen Misfits Gaming (Platz 3) und G2 Esports (Platz 4) aussuchen. Die Wahl fiel mit den Hasen auf das Überraschungsteam der Saison.
Das bedeutet gleichzeitig, dass Fnatic als Zweitplatzierter gegen G2 antreten wird. Das El Classico des europäischen League-of-Legends-eSports wird diesen Split also schon in der ersten Runde stattfinden.