Schon vor dem 16. Spieltag standen mit GamerLegion, MOUZ und den Unicorns of Love in der Sexy Edition drei Teams fest, die sicher an der Endrunde des diesjährigen Spring Splits teilnehmen. Jetzt, zwei Spieltage vor Ende der regulären Frühlings-Saison, ist auch klar, wer die anderen verbleibenden drei Playoff-Plätze belegen wird.
Den Auftakt machte Eintracht Spandau in einer verrückten Partie gegen PENTA 1860.
Keine Türme – Kein Problem
PENTA, die ihre Minichance auf eine etwaige Playoff-Teilnahme mit einem Sieg unbedingt wahren wollten, zeigten eigentlich ein durchweg gutes Spiel. Vor allem die Entscheidung Top-Laner Christian „Sleeping“ Tiensuu auf Tryndamere zu setzen, stellte die Eintracht immer wieder vor Probleme.
Durch dessen Ultimate (kurzeitige Unverwundbarkeit Anm. d. Red.) mussten sich die Spandauer meist als ganzes Team auf den Tryndamere konzentrieren, um ihn in Schach zu halten – wirklich funktioniert hat das nicht. Sleeping stand nach 35 Minuten bei einer K/D/A von 10/3/2, Eintracht hatte beide Nexustürme verloren und auch die Infernal-Soul war auf Seiten Pentas. Damit schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Penta das Spiel beenden würde.
Dachte man.
Ausgerechnet der bis dahin so starke aufspielende Sleeping wurde zu ungeduldig.
Anstatt mit seinem Team den Baron Nashor zu machen und mit dem dadurch verbundenen Buff die Überreste der schon halbzerstörten Eintracht Base auf die sichere Art und Weise komplett in Schutt und Asche zu legen, entschied sich PENTAs Top-Laner für eine Solomission auf der Bot-Lane aus der er gerade so noch einmal lebend herauskam.
Dadurch war der Rest seines Teams gezwungen den Baron abzubrechen und ihn der Eintracht zu überlassen. Der anschließende Backdoor-Versuch von PENTA scheiterte, auch weil Sleeping durch die kurz zuvor missglückte Solomission im entscheidenden 2v2 weder seine Summoner Spells noch seine Ultimate zur Verfügung hatte.
Das Ergebnis war ein cleanes Ace für Spandau, die aufgrund der hohen Deathtimer und mithilfe des noch immer anhaltenden Baron-Buffs ohne große Gegenwehr bis zum PENTA-Nexus vordringen und diesen letztendlich auch zerstören konnten.
Damit holte sich Spandau den inzwischen sechsten Sieg in Folge und steht nun mit einer Bilanz von 10:6 Siegen auf dem vierten Platz. Aufgrund der Tabellensituation sind die Jungs auch jetzt schon fix für die Playoffs qualifiziert.
Keduii – Pentakill zum Playoff-Einzug
Neben Eintracht Spandau machten auch zwei weitere Teams die Qualifikation für die anstehende Endrunde klar: Neben den königsblauen Knappen von Schalke 04 konnte nach GamerLegion und eben der Eintracht mit BIG ein weiteres Berliner-Team den garantierten Einzug vermelden.
In der Partie gegen ebenjenes S04 besiegte man den direkten Konkurrenten. Mit einer Bilanz von 9:7 teilen sich damit beide den fünften Platz. Das spielerische Highlight setze dabei BIGs AD-Carry Tim „Keduii“ Willers mit dem ersten Pentakill des Splits.
In den weiteren Partien verlor E WIE EINFACH ESPORTS zum insgesamt achten (!) Mal hintereinander gegen SK Gaming Prime, MOUZ gewann im Topspiel gegen Spitzenreiter GamerLegion.
Damit liegen die Mäuse – ebenso wie die Unicorns of Love SE, die erwartbar WAVE Esports in Grund und Boden stampften – nur noch eine Niederlage hinter dem Rekordteam der Hinrunde.
Bei zwei verbleibenden Spieltagen könnte es also tatsächlich passieren, dass GL der Platz an der Sonne noch einmal abhanden kommen könnte.
Die Partien des 16. Strauss Prime League Spieltages in der Übersicht:
- WAVE Esports vs. Unicorns of Love Sexy Edition: 0:1
- Eintracht Spandau vs. PENTA 1860: 0:1
- MOUZ vs. GamerLegion: 1:0
- E WIE EINFACH ESPORTS vs. SK Gaming Prime: 0:1
- Schalke 04 vs. BIG: 0:1