Seit dem 15. September 2021 gehört Furkan „Furky“ Kayacik zum FIFA-Aufgebot von Bayer 04 Leverkusen.
Furky geht für die Werkself dabei nicht nur in Wettbewerben an den Start, er unterstützt zudem als Content Creator das #B04eSports-Team und ist in verschiedenen Sendungen und Shows zu sehen.
Für SPORT1 übernimmt Kayacik am kommenden Wochenende zudem die Rolle des Experten – und wird zusammen mit Host Konni Winkler und Marc Engelbrecht durch die Sendung führen.
Im Interview sprach er über Erwartungen, Einschätzungen und Favoriten.
SPORT1: Furky Kayacik, mit Blick auf das bevorstehende Virtual-Bundesliga-Finalwochenende – wie hast du die Saison bisher erlebt?
Furky: Ich habe für Leverkusen die gesamte Saison über überwiegend die Show moderiert und kommentiert, aber teilweise auch selber gespielt. Hauptsächlich aber war ich als Kommentator für unsere eigenen Spiele aktiv. Zusätzlich gab es noch eine Show zwischen den Doppelspieltagen mit Content für die Leute im Stream und Unterhaltung. Natürlich habe ich auch die restlichen Spiele der VBL verfolgt. Am Anfang hatten wir in Leverkusen zu Beginn der Saison noch einen kleinen Vorteil hinsichtlich der aktuellen Meta. Mit der Zeit haben sich aber alle darauf eingestellt und ich denke auch, dass dann gegen Ende noch viel mehr neue Spielzüge hinzukamen, die das Ganze spannend gemacht haben. In der Saison selbst fand ich das Spiel um Platz sechs in der Nord-West-Division sehr, sehr interessant. Man ist immer wieder hin und her gesprungen, wusste bis zum Ende nicht, welches Team es in die Playoffs schafft.
SPORT1: Wir starten am Samstag mit der Gruppenphase in die Endrunde der VBL. Aus dem Norden sind gleich drei große Namen mit dem HSV, Bremen und St. Pauli dabei. Aber auch Ingolstadt, Köln und auch RB Leipzig sind mit von der Partie. Was ist von diesen Mannschaften zu erwarten?
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Furky: Ich bin davon überzeugt, dass wir sehr, sehr hochklassiges Gameplay zu sehen bekommen. Alle Teams sind mit Sicherheit krass am grinden und trainieren und werden sich auf jeden Fall fit machen. Für viele dürfte es auch einer der wenigen Momente sein, einen interessanten Titel in der eSports-Szene zu gewinnen. Die internationalen Turniere gestalten sich teilweise äußerst schwierig, da die Wahrscheinlichkeit hier sehr gering ausfallen, dass man etwas erreicht. Es gibt so viele unfassbar gute Spieler und nur wenige Spots, um am Ende um das ausgeschriebene Preisgeld zu spielen. Daher glaube ich, dass bei allen, die sich für das kommende Wochenende qualifiziert haben, der Fokus stark auf die VBL-Meisterschaft gerichtet ist.
SPORT1: Gibt es ein Team, das als Favorit aus dem Teilnehmerfeld heraussticht?
Furky: Jedes Team hat das Zeug dazu, am Ende zu gewinnen. Wenn ich aber einen Favoriten nennen würde, wäre ich bei RB Leipzig. Einfach aus dem Grund, weil Umut in meinen Augen einfach der konstanteste Spieler der Saison gewesen ist. Bei ihm weiß man einfach, dass er abliefern wird. Ich denke auch, dass er an diesem Wochenende seine Leistung abrufen wird – dann wird es sehr, sehr schwer für die anderen Teilnehmer, gegen ihn zu gewinnen. Ansonsten sehe ich auch Ingolstadt weit vorne. Gerade TimoX, der sehr erfahren ist, und allgemein die Truppe bringt da sehr viel mit.
SPORT1: Wer sind die Underdogs oder gibt es Wildcards, die man nicht unterschätzen sollte?
Furky: Wenn man auf keinen Fall unterschätzen sollte, ist Hansa Rostock. Das Team selbst galt oder gilt generell als Überraschung in der Club Championship. Ich persönlich glaube auch, dass das Team super motiviert ist und versuchen wird, hier so viel wie möglich herauszuholen. Vor der Saison hatte die Jungs niemand auf dem Zettel.