Die VBL Club Championship läuft auf Hochtouren.

Auch in dieser Woche trafen die Vereine einmal mehr in einem Doppelspieltag aufeinander, um die nächsten Punkte auszuspielen. Der finale Showdown der Rückrunde ist bereits am Horizont zu sehen und die Teams spüren, dass ab sofort jeder Punktgewinn den Play-Off-Traum am Leben hält. Beide Divisionen steuern derweil auf einen echten Krimi an Matchday 26 zu, da ein Großteil aller Teams noch berechtigte Ambitionen hegt.

Es stellt sich die Frage: Wer behält die Nerven?

Virtual Bundesliga: Rückblick auf letzte Woche

Vor einer Woche fanden die Spieltage 17 und 18 in der VBL CC statt. Doch obwohl es im Südosten mit der 0:9-Klatsche des FC Ingolstadt gegen die Hertha sowie der Niederlage des Tabellenführers Leipzig samt Umut-Pleite gegen das Schlusslicht aus Regensburg zwei knallharte Überraschungen zu verzeichnen gab, änderte sich in der oberen Hälfte nichts. Die ersten sechs Plätze blieben unverändert, da hier niemand zweistellig punkten respektive durchweg überzeugen konnte.

Im Nordwesten wurde die Tabelle dagegen durcheinander gewirbelt. Die enge Konstellation hinter dem Führungsduo sorgt ohnehin für regelmäßige Positionswechsel und damit jede Menge Spannung. Ein Spieltag kann die Vorzeichen komplett verändern. Vergangenen Dienstag spielten vor allem der VfL Bochum und der FC St. Pauli groß auf und katapultierten sich aus dem Mittelfeld bis in die Play-Off-Ränge. Ganz oben übernahm Bremen nach schwacher Performance von Hannover die Spitze.

VBL Süd-Ost-Division: Schanzer melden sich zurück, Heidenheim on fire

Der FC Ingolstadt hat sich von den jüngsten Schock-Ergebnissen erholt und möchte die Teilnahme am Grand Final ohne den Umweg Play-Offs klarmachen. Durch die Erfolge gegen Sandhausen und den FC Augsburg konnten die Jungs aus der Autostadt nicht nur zu Spitzenreiter Leipzig aufschließen, sondern liegen sogar punktetechnisch mit den Roten Bullen gleich auf. Besonders im Matchup mit dem SVS lief die Tormaschine der VBL – in Persona von Timo „Timox“ Siep und Philipp „Eisvogel“ Schermer – erneut zu Höchstform auf und erzielte insgesamt zwölf Treffer über drei Partien. Durch den Triumph über die Fuggerstädter, die durch ihren wochenlangen Run zeitweise am FCI vorbeigezogen waren, beträgt der Vorsprung auf Position drei, trotz einem Spiel weniger, nun komfortable zehn Zähler.

Ein weiterer Klub, welcher an diesem Spieltag ausschließlich für positive Schlagzeilen sorgte, war der FC Heidenheim. Der amtierende deutsche Meister bot divisionsübergreifend die beste Leistung dar und meldete sich damit eindrucksvoll zurück im Kampf um die begehrten Plätze. In der letzten Woche noch mit 0:9 gegen die SpVgg Greuther Fürth unterlegen, bekamen nun die Frankfurter die Wut zu spüren und wurden ihrerseits mit einer „Neuner-Bombe“ nach Hause geschickt. Der anschließende 7:1-Erfolg über Regensburg sorgte für einen nahezu perfekten Doppelspieltag. Trotzdem gab es für den Jahn auch einen Lichtblick im Keller. Durch den Sieg über Mainz 05 konnten die Mannen aus Bayern die rote Laterne an jenen FSV weiterreichen.

VBL Nord-West-Division: Bremen dominiert, Schalke auf dem Vormarsch

Statement im Gipfeltreffen. Der SV Werder Bremen fegt die seit dem Beginn der zweiten Halbserie taumelnden Hannoveraner mit einer Neuner-Bombe aus dem virtuellen Stadion und hat nun schon elf Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger. Der Abstand zu Rang drei und damit den Play-Off-Spots beträgt sogar stolze 15 Punkte. Behält der Rekordmeister der Virtual Bundesliga die aktuelle Form bei, ist die Teilnahme am Grand Final nach einjähriger Abstinenz zum Greifen nah. Im „Featured-Match“ gegen die auf der Erfolgswelle schwimmende Hansa-Kogge mussten sich die Grün-Weißen allerdings mit 2:5 geschlagen geben.

Für die 96er wird die Luft dagegen immer dünner. Ohne den kürzlich als „Top-Performer der Hinrunde“ ausgezeichneten Profi Riad, dafür aber mit Fabio „H96_Fabio“ Immerthal und Can „H96_Can“ Tuna gingen die Niedersachsen an den Start. Doch selbst das veränderte Line-Up blieb erfolglos. So droht nach nur vier Punkten aus vier Duellen der Verlust des direkten Quali-Spots. Diesen hat mittlerweile Schalke 04 wieder im Auge. Die Königsblauen holten nicht nur die meisten Zähler, sondern schoben sich zudem in der Tabelle von zehn auf fünf. Selbst Vizemeister St. Pauli konnte den in der Rückrunde noch ungeschlagenen eSportlern des VBL-Urgesteins keinen Einhalt gewähren.

Virtual Bundesliga 2021/22: So geht es weiter

In den kommenden Tagen geht das Spektakel in der VBL Club Championship mit dem nächsten Doppelspieltag weiter. In der Süd-Ost-Division trifft der FC Ingolstadt mit Frankfurt und Regensburg auf zwei Mannschaften aus der unteren Region. Für beide scheint der Play-Off-Zug bereits abgefahren, doch das macht sie nicht minder gefährlich. Titelkonkurrent RB Leipzig zog gegenüber dem Jahn sogar den Kürzeren. Trotzdem bietet der Spieltag für die Schanzer beste Möglichkeiten, entscheidende Zähler für die direkte Qualifikation zum Grand Final zu sammeln.

In der Nord-West-Division geht es für Hannover nach vier herben Klatschen in Serie darum, wieder in die Spur zu finden und die komfortable Ausgangssituation der Hinrunde nicht vollends zu verspielen. Die 96er spielen zunächst gegen den Hamburger SV, bevor die in der Rückrunde so stark aufspielenden eKiezkicker auf die Pros der Niedersachsen warten. Hält der negative Trend an, könnten sie erstmals seit dem siebten Spieltag aus den Top 2 rutschen.