Mittlerweile ist die Thematik VR oder virtuelle Realität weltweit bekannt und das Prinzip dahinter klar: In einer virtuellen Umgebung erleben die User die unterschiedlichsten Dinge, schauen sich Filme oder Videos auf überdimensionierten Bildschirmen an, bekämpfen in diversen Games Gegner aller Art oder tauschen sich auf sozialen wie beruflichen Plattformen mit ihren Mitmenschen aus.
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In Sachen eSports hat sich hierbei jedoch kaum bis wenig getan. Weder gibt es großflächig angelegte Wettbewerbe oder Turniere, noch haben die Anbieter die Möglichkeiten, die eine virtuelle Aufbereitung von Veranstaltungen bietet, für sich erschlossen. Ein Fakt, den sich das aus Deutschland stammende Startup Virtex Entertainment zu eigen machen möchte. SPORT1 hat sich das Produkt einmal genauer angesehen.
Das ist Virtex Stadium
Virtex plane nicht weniger, als die Art und Weise, wie Zuschauer:innen eSports-Veranstaltungen konsumieren, zu revolutionieren. Hierbei greift das Unternehmen auf die mannigfaltigen Gestaltungsmöglichkeiten einer virtuellen Umgebung zurück. Ähnlich der Entwicklung eines Computerspiels hat die Firma eine digitale Arena erschaffen, in der eine unterschiedliche Anzahl an Besucher:innen Platz finden und dabei über einen virtuellen Screen das Geschehen der unterschiedlichen Veranstaltungen verfolgen können. Der Clue an der Geschichte ist jedoch das, was abseits des reinen Wettkampfes geboten wird. Anstatt rein auf einem virtuellen Platz neben anderen virtuellen Figuren ein Turnier zu verfolgen, bietet das Virtex Stadium eine komplett in 3D nachmodellierte Karte des Schauplatzes, auf dem die zwei eSports-Teams gegeneinander spielen.
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In dem uns vorgestellten Beispiel handelte es sich dabei um eine Nachbildung von Mirage, einer Karte aus dem Spiel Counter-Strike: Global Offensive. Hier war es uns möglich während einer laufenden Partie auf diese Karte zu springen und uns das Geschehen direkt aus nächster Nähe zu verfolgen. Damit schafft das Virtex Stadium ein immersiveres Erlebnis, das maximal nur von einem echten Stadionbesuch getoppt werden kann.
Stadionbesuch ist auch das richtige Stichwort, denn genau hier möchte Virtex Entertainment mit dem eigenen Produkt ein Bindeglied zwischen physischer Anwesenheit und dem klassischen Zusehen via Twitch und Co. anbieten. Wem es nicht möglich ist, eine Veranstaltung vor Ort zu besuchen, weil zum Beispiel alle Tickets bereits vergriffen sind, man aber nicht auf die Gesellschaft von Freunden verzichten möchte, der oder die kann in diesem Fall auf Virtex Stadium zurückgreifen und gemeinsam mit anderen ein Spiel virtuell live mitverfolgen.
Das ganze System lässt sich, je nach Spiel, an die gegebenen Umstände anpassen. League of Legends, Dota oder Rainbow Six Siege – alles kein Problem, da die eingebundene 3D-Karte von Virtex via Unreal Engine selbst gebaut und in das virtuelle Stadium eingebunden wird. Im Falle von Counter-Strike: Global Offensive und dessen designierten Nachfolger, Counter-Strike 2, hat das Unternehmen mit Skybox Technologies zusammengearbeitet, um die Karten entsprechend der Vorlage Valves detailgetreu nachzugestalten. Ob Virtex Entertainment mit dem hauseigenen virtuellen Stadion eine passende Alternative zum Besuch vor Ort bieten wird, bleibt abzuwarten. Eine spannende Idee ist es in Zeiten von Apple Vision Pro oder Metas Quest 3 definitiv.