Erst Activision Blizzard, jetzt der nächste große Name. Nach dem Microsoft die Gaming-Branche jüngst mit einer gigantischer Übernahme ins Staunen versetzt hat, wechselt nun ein weiterer Big-Player seinen Besitzer. Die Electronic Sports League, die vor allem unter dem Kürzel ESL bekannt ist, wird in Zukunft nicht mehr von der Modern Times Group verwaltet werden.
Stattdessen hat das schwedische Unternehmen einen Deal mit der Savvy Gaming Group aus Saudi-Arabien geschlossen. Für insgesamt 1,050 Milliarden US-Dollar soll der Marktführer im eSports-Segment verkauft werden. Hinter den Finanziers steht der Public Investment Fund (PIF), ein Staatsfond des Königreiches. Dieser soll unabhängig von den Gewinnen aus dem Handel mit Erdöl, den Reichtum des Landes sichern.
ESL wechselt Besitzer und fusioniert mit FACEIT
Die Saudis haben es allerdings nicht nur auf eine Größe der Szene abgesehen. Neben dem eSports-Veranstalter aus der Kölner Domstadt hat der Fond auch das Londoner Unternehmen FACEIT übernommen, welches mit der ESL fusionieren soll, um im Anschluss die ESL FACEIT Group zu bilden. Hierfür wurden weitere 500 Millionen US-Dollar fällig.
In der Pressemitteilung heißt es, dass beide mit über 30 Jahren Erfahrung maßgeblichen Anteil am Wachstum sowie der steigenden Popularität der eSports- und kompetitiven Gaming-Branche rund um den Globus haben. Von nun an werden sie gemeinsam als treibende Kraft fungieren, wodurch alle Stakeholder erstmals einen einheitlichen Weg gehen sollen.