Der viermalige Olympiasieger Michael Jung liegt vor dem großen Showdown der Vielseitigkeitsreiter bei den Weltmeisterschaften in Aachen in der Pole Position. Mit seinem Partner Chipmunk glänzte der 44-Jährige bei der zweiten Teilprüfung im Gelände, beim abschließenden Springen kann der Rekordmann seinen zweiten WM-Einzeltitel nun ganz ohne Mithilfe der Konkurrenz gewinnen.

Auf der anspruchsvollen Geländestrecke in der Soers blieb Jung ohne Fehler innerhalb der erlaubten Zeit, damit schob er sich von Rang drei in die Führungsposition (23,0 Minuspunkte).

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708e61760723c559f466700b84ba2bd56f187257-ipad.jpgJung und Chipmunk begeistern auf der Geländestrecke© picture alliance / dpa/SID/Rolf Vennenbernd

Der Erfolgsreiter profitierte auch von der langsamen Runde seiner Teamkollegin Julia Krajewski, die nach der Dressurprüfung noch in Führung gelegen hatte. Die Tokio-Olympiasiegerin rutschte aufgrund einer deutlichen Zeitüberschreitung auf Rang 20 ab (35,6).

Vor der letzten Teilprüfung am Sonntag (19.00 Uhr) liegt Jung hauchdünne 0,4 und 0,6 Minuspunkte vor den beiden Britinnen Rosalind Canter und Laura Collett – aber Fehler darf er sich im Springen nicht erlauben, sonst droht ein bitteres Déjà-Vu: Bei der WM 2022 hatten Jung und Chipmunk ebenfalls in Führung gelegen, ehe ein Fehler am letzten Sprung die Titelträume auf die dramatische Weise platzen ließ.

Deutsche Equipe glänzt im Gelände

Die deutsche Equipe präsentierte sich auf der Geländestrecke jedoch geschlossen stark. Vor allem aber Einzelreiter Christoph Wahler überragte, mit D’Accord zeigte er den schnellsten Ritt des Tages und hat auf Rang fünf noch Chancen auf das Podium (29,4). Malin Hansen-Hotopp liegt auf Rang elf ebenfalls in Schlagdistanz (31,8), Libussa Lübbeke ist auf Platz 45 (57,1).

In der Mannschaftswertung liegt die deutsche Equipe vor dem Finale mit deutlichem Rückstand auf Silberkurs (90,4), zu geschlossen stark präsentierte sich das britische Team (75,6). Auf die Schweiz auf Rang drei besitzt Deutschland ein ordentliches Polster (106,5).

Die 5600 Meter durch die Aachener Soers mit insgesamt 28 Hinderniskomplexen und 42 Sprüngen stellten am Samstagnachmittag viele Duos vor harte Aufgaben, zahlreiche Paare beendeten den Parcours aufgrund von Stürzen nicht.