Rudi Völler bleibt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Sportdirektor erhalten. Der 66-Jährige wird seinen Vertrag bis zur EM 2028 erfüllen – auch neben einem möglichen Bundestrainer Jürgen Klopp. Das bekräftigte Völler am Dienstag in Frankfurt/Main.

„Es wäre für mich kein Problem gewesen, dem ein Ende zu setzen. Aber dafür hängt mir das alles hier zu sehr am Herzen. Ich mach das gerne und werde weiter helfen, auf meine Art“, sagte Völler in einem gemeinsamen Interview von kicker, Funke Mediengruppe, Frankfurter Rundschau, Süddeutscher Zeitung, ARD und Bild.

Rudi Völler macht als Sportdirektor beim DFB weiter
Rudi Völler macht als Sportdirektor beim DFB weiterRudi Völler macht als Sportdirektor beim DFB weiter© IMAGO/Moritz Müller

Darum macht Rudi Völler nach dem WM-Debakel weiter

Klopp habe sich bereits bei ihm gemeldet. In einem längeren Telefonat habe sich „schnell herauskristallisiert, dass das am Ende auch funktionieren kann und wird“, ergänzte Völler. Er werde „eng mit dem Bundestrainer zusammenarbeiten“, aber: „Es ist halt noch nicht durch“, Klopp und der Verband müssten noch Hürden überwinden.

Der Meistermacher von Dortmund und Liverpool aber habe es „seit vielen Jahren verdient, diesen Job zu bekommen“, betonte Völler: „Die Erfolge sprechen für ihn.“ Man wolle nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen, aber: „Ich bin da optimistisch, dass es vernünftige Lösungen geben wird.“

Völler enthüllt Telefonat mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff

In dieser Ansicht bestätigte Völler ein Telefonat mit Oliver Mintzlaff, der als Geschäftsführer von Red Bull noch Chef des „Head of Global Soccer“ Klopp (Vertrag bis 2029) ist. „Rudi, du musst weitermachen“, habe Mintzlaff gesagt: „Mit dem Jürgen wird das super klappen, das wird kein Problem sein, ihr werdet super zusammenarbeiten.“

Er selbst habe sich nach dem WM-Debakel und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann „hinterfragt“, sagte Völler: „Macht das jetzt alles noch Sinn?“ Alle Verantwortlichen – von DFB-Präsident Bernd Neuendorf über dessen Vize Hans-Joachim Watzke bis hin zu vielen Klub-Vertretern – hätten ihm aber gesagt, „dass sie wollen, dass ich das unbedingt weitermache. Ich kann schlecht nein sagen und mache es auch gerne.“