All Elite Wrestling hat sein größtes TV-Match seit langer Zeit fixiert – dessen Ergebnis die Story-Landschaft beim WWE-Rivalen massiv verändern wird.
Am Ende einer ereignisreichen Ausgabe der TV-Show Dynamite verkündete AEW, dass bei der kommenden Ausgabe der Sendung ein World-Title-Match zwischen Champion MJF und Liga-Mitgründer Kenny Omega steigen wird. Sollte Omega verlieren, darf er den wichtigsten Titel der Liga nicht mehr ins Visier nehmen – nie mehr.
AEW Dynamite: MJF ringt Kenny Omega folgenschwere Klausel ab
Zu Beginn des ersten Dynamite nach dem Großevent Forbidden Door am Wochenende verteidigte MJF seinen Titel gegen seinen Dauerrivalen Mark Briscoe – im Anschluss forderte ihn Omega heraus, um eine weitere offene Rechnung zu begleichen.
Zur Erinnerung: MJF hatte Omega im April beim Event Dynasty besiegt, allerdings mit unfairen Mitteln. Der „Cleaner“ forderte nun Revanche – bekam sie aber zunächst nicht gewährt. MJF erklärte, dass Omega ihn nur dann locken könne, wenn er selbst etwas aufs Spiel setze – und schlug die berüchtigte Klausel vor.
Im Lauf der AEW-Geschichte hat MJF bereits zwei Topstars dazu gebracht, sich dauerhaft aus dem World-Title-Geschehen zu verabschieden: Der von ihm verratene Ex-Mentor Cody Rhodes durfte nach einer von MJF verursachten Niederlage gegen Chris Jericho nie mehr um den Gürtel antreten – und tat es tatsächlich auch nie wieder, bis er 2022 zurück zu WWE wechselte.
Dassselbe Schicksal ereilte im März den früheren World Champion Hangman Page, dem MJF die identische Klausel abgerungen hatte – und der seit seiner Niederlage gegen MJF bei Revolution nicht mehr bei AEW gesehen wurde.
Trotz dieser warnenden Beispiele nahm der 42 Jahre alte Omega am Ende der Show die Herausforderung an. „Es ist offiziell – und es ist kolossal!“, unterstrich US-Kommentator Excalibur die Tragweite der Ansetzung, als er das abschließende Scharmützel der beiden Kontrahenten kommentierte.
So oder so wird das Titelmatch kommende Woche also große Auswirkungen haben: Entweder wird Omega bei dem jährlichen Dynamite-Special „Beach Break“ in Clearwater, Florida neuer Champion – oder nie mehr, wenn AEW so konsequent wie bisher bleibt.
Will Ospreay schließt sich Jon Moxleys Death Riders an
Die Ansetzung von MJF vs. Omega war nicht die einzige große Entwicklung bei Dynamite: Auch um den baldigen World-Title-Herausforderer Will Ospreay wurde ein wichtiger Erzählfaden weitergesponnen.
Ospreay verbündete sich bei Dynamite endgültig mit seinem früheren Erzrivalen Jon Moxley und schloss sich offiziell dessen Gruppierung Death Riders an. Moxley und Co. hatten Ospreay am Sonntag schon im Hauptkampf von Forbidden Door Beistand geleistet, als er das Finale des Owen-Hart-Gedenkturniers gegen Swerve Strickland gewann und sich damit ein Titelmatch gegen den dann amtierenden Champion beim Mega-Event All In im Londoner Wembley-Stadion Ende August gesichert hat.
Nun vollendeten die Death Riders durch die Verbindung mit Ospreay ihren „Face Turn“ von Bösewichtern zu Fanlieblingen. Es bleibt abzuwarten, was AEW mit diesem Plot-Twist langfristig im Sinn hat. Ospreays alter Rivale Omega und später auch der frisch zurückgekehrte Jay White zeigten sich bei Dynamite verwundert und misstrauisch, was die Death Riders im Schilde führen mögen.
Auch bei den AEW-Damen gab es derweil eine neue Weichenstellung: In einem „Survival of the Fittest Match“ wurde der durch die Verletzung von Willow Nightingale vakant gewordene TBS Title neu vergeben: Die Japanerin Hikaru Shida setzte sich gegen ihre Erzrivalin Kris Statlander sowie Harley Cameron, Maika, Persephone und Queen Aminata durch.