Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft hat den zweiten EM-Titel ihrer Geschichte nach 2019 klar verpasst.

Nach dem Turniersieg beim Heimspiel in Hamburg erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijóo im kroatischen Split nur den siebten Platz und fiel im Gesamtranking auf den vierten Platz zurück. Den Titel sicherte sich Olympiasieger Frankreich.

Feijóo: „Sind natürlich enttäuscht“

„Wir sind natürlich enttäuscht über unser Abschneiden in Split, denn wir hatten uns nach den starken Leistungen in Hamburg viel mehr erhofft. Aber rückblickend können wir stolz sein auf diese Jungs, die trotz vieler Verletzungen die Hamburg 7s gewinnen konnten“, sagte Feijóo: „Alles in allem war es eine sehr lange und aufregende Saison für uns. Wir müssen weiter daran arbeiten, mehr Spieler in das Programm und auf dieses Niveau zu bekommen, um künftig besser für so intensive Herausforderungen vorbereitet zu sein.“

In Kroatien waren für das „Wolfpack“ bereits mit der 19:21-Niederlage im Viertelfinale gegen die Italiener quasi alle Titelträume geplatzt. Am Sonntag unterlag die deutsche Mannschaft dann im ersten Platzierungsspiel mit 14:26 gegen Portugal, bevor zumindest durch das 33:14 in der Begegnung um Rang sieben gegen Georgien ein versöhnlicher Abschluss gelang.

Die deutsche Mannschaft hätte mit dem EM-Titel eine starke Saison krönen können. Trotz großer Verletzungssorgen hatte sich Deutschland furios für die WM-Serie qualifiziert, am Ende stand nach drei Turnieren Platz elf. Durch das schwache Abschneiden in Split verpasste das Team nun aber auch die erste EM-Medaille seit Bronze vor zwei Jahren.