Thierry Henry kannte keine Gnade mit Cristiano Ronaldo. Der französische Fußball-Weltmeister von 1998 warf dem erschreckend schwachen Altstar nach dem enttäuschenden 1:1 (1:1) der Portugiesen bei ihrem WM-Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo blanken Egoismus vor.

„Für alle Leute zu Hause, eine Sache ist ganz wichtig“, sagte der frühere Torjäger Henry in seiner Rolle als TV-Experte bei Fox: „Die Mannschaft muss treffen, nicht Du musst treffen.“

Cristiano Ronaldo wurde nach dem portugiesischen WM-Auftakt heftig kritisiert
Cristiano Ronaldo wurde nach dem portugiesischen WM-Auftakt heftig kritisiertCristiano Ronaldo wurde nach dem portugiesischen WM-Auftakt heftig kritisiert© IMAGO/Kirchner-Media

Laut Henry verweigert „CR7“ Laufwege, die seine Teamkollegen in gute Abschlusspositionen bringen würden, weil er selbst treffen will. Das belegte der Franzose mit einer Szene aus der zweiten Hälfte: „Weil er ein Tor machen möchte, steht er Bruno Fernandes im Weg.“

Streich kritisiert Ronaldo

Am Ende der Partie stand für Ronaldo eine Horrorbilanz: Null Schüsse aufs Tor, null abgeschlossene Dribblings, null Schlüsselpässe – und sogar weniger Ballkontakte (25) als der kongolesische Torhüter Lionel Mpasi-Nzau (35).

Auch die deutschen TV-Experten zweifeln an der Wertigkeit Ronaldos für Portugal. Christian Streich gab im ZDF zu Protokoll, dass er bei aller Bewunderung für den mittlerweile 41-Jährigen aus taktischen Gründen als Trainer wohl auf ihn verzichten würde. Christoph Kramer glaubt, dass viele portugiesische Nationalspieler insgeheim lieber ohne Ronaldo auflaufen würden.