Trainer-Legende Felix Magath hat die Arbeit von Thomas Tuchel beim FC Bayern mit kritischen Tönen kommentiert – und dabei auch den Umgang mit Mittelfeldspieler Joshua Kimmich in den Fokus genommen.
„Ich kann von außen nur das beurteilen, was sportlich zu sehen ist: die Leistung, und da muss man sagen, dass er die Mannschaft, trotz der gewonnenen Meisterschaft, im letzten halben Jahr noch nicht in die Spur gekriegt hat“, sagte der 70-Jährige bei der Abendzeitung.
Der Rekordmeister hangele „sich in der Liga nach oben, aber er marschiert nicht. Man hat im Moment nicht den Eindruck, dass der FC Bayern – er war ja einer der besten Vereine Europas – diese Position auch in dieser Saison erreichen könnte“, erklärte Magath weiter.
Magath kritisiert Umgang von Bayern-Coach Tuchel mit Kimmich
Besonders das Verhältnis zu Kimmich sieht der frühere HSV-Star durch Tuchels Handeln als geschwächt. „Das hätte er besser intern gemacht anstatt in der Öffentlichkeit. Damit hat er Kimmich, der in dieser Phase eh Probleme hatte, natürlich nicht geholfen“, sagte Magath in Bezug auf Tuchels Forderung nach einer sogenannten „Holding Six“.
Da der Bayern-Coach diesen Wunsch mehrfach wiederholt hatte, „muss man ja davon ausgehen, dass das nicht zufällig war, sondern dass er (Thomas Tuchel; Anm. d. Red.) das ganz bewusst gemacht hat“, meinte Magath.
Die Bayern hatte sich in den vergangenen Monaten auf Tuchels Wunsch hin um einen Sechser bemüht, waren jedoch nicht fündig geworden. Der Transfer von Joao Palhinha platzte im letzten Moment, da der FC Fulham keinen Ersatz fand.
Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte sich jüngst kritisch zum Auftreten von Tuchel geäußert.