Die Kritik am FC Bayern München lässt nicht nach. Nun hat sich auch Sylvia Schenk, Sport- und Menschenrechtsexpertin, zu dem heiklen Thema Katar und Sponsoring zu Wort gemeldet.

Sie forderte die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeister um Vorstandsboss Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer auf, ein Menschenrechtskonzept auszuarbeiten und umzusetzen. Dies sei seit 2019 versäumt worden, erklärte die Juristin im kicker. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Auf der Mitgliederversammlung Ende November hatte der Vertrag mit dem umstrittenen Unternehmen Qatar Airways Streit und am Ende gar Chaos ausgelöst. Ein Mitgliedsantrag, über die Partnerschaft mit der Fluglinie für die Zukunft abstimmen zu wollen, wurde von der Vereinsführung nicht zugelassen.

Schenk fordert FC Bayern zum Umdenken auf

Dies demonstriere laut Schenk, „dass der FC Bayern mit seinen engagierten Fans völlig verkehrt umgeht und damit nicht nur der Vereinsdemokratie, sondern auch dem eigenen Sponsor Qatar Airways schadet“. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Die enorme finanzielle Bedeutung des Sponsorenvertrags „ändert nichts an der menschenrechtlichen Verantwortung der FC Bayern AG als global tätiges Wirtschaftsunternehmen“.

Deshalb rät Schenk den FC Bayern zu einem Sinneswandel im Umgang mit dem Thema: „Der FC Bayern sollte sich freuen, so engagierte und offensichtlich auch kompetente Fans beziehungsweise Mitglieder zu haben. Wenn die Führung dies sinnvoll aufgreift, ist das doch ein Gewinn für alle.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: