Mit Hoffnungsträger Moritz Seider hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei ihrer WM-Generalprobe einen Dämpfer kassiert.
In Mannheim verlor die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis mit dem NHL-Verteidiger als Kapitän das letzte Vorbereitungsspiel mit 2:5 (0:1, 1:2, 1:2) gegen ein B-Team des Olympiasiegers USA, zeigte aber eine ordentliche Leistung. Der zuletzt angeschlagene Seider machte bei seinem persönlichen WM-Test einen guten Eindruck.
Seider gibt sich zuversichtlich
„Ich habe mich gut gefühlt. Ich freue mich, mitfahren zu können, und auf eine hoffentlich lange Weltmeisterschaft“, sagte Seider: „Wir haben noch ein paar Tage Zeit, es war ein sehr guter Test.“
Ryker Lee (14.) brachte die USA in Überzahl in Führung, Sam Lafferty (24.), Alex Steeves (40.), Max Plante (42.) und Mathieu Olivier (59.) erzielten die restlichen Tore. Für das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) trafen Parker Tuomie (39.) und Arkadiusz Dziambor (43.).
Eishockey-WM: Deutschland zum Auftakt gegen Finnland
Im vierten Vorrundenspiel folgt am 20. Mai das Wiedersehen mit Titelverteidiger USA. Schon beim ersten WM-Spiel wird das Kreis-Team allerdings noch einmal ganz anders aussehen, vermutlich sechs Spieler von Meister Eisbären Berlin um Stürmer Frederik Tiffels stoßen noch dazu.
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Dass NHL-Profi Lukas Reichel nach dem Playoff-Aus mit Bostons Farmteam noch nachreisen wird, schloss DEB-Sportvorstand Christian Künast vor der Partie bei MagentaSport dagegen quasi aus.
DEB-Team ohne zahlreiche Stars
„Es gibt im Moment keine endgültige Absage, aber es wird in diese Richtung gehen. Er hat keinen Vertrag im Moment“, sagte er. Starspieler Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers fehlt ohnehin ebenso wie Tim Stützle (Ottawa Senators) und John-Jason Peterka (Utah Mammoth) angeschlagen. Immerhin spielte Seider bei seinem Härtetest durch.
Der Favorit drückte auch ohne einen einzigen Olympiasieger aus dem Februar zu Beginn aufs Gas und feuerte in den ersten 60 Sekunden zwei Torschüsse in Richtung Philipp Grubauer ab. Das DEB-Team entwickelte in Überzahl zum ersten Mal Druck, kassierte dann aber auf bittere Weise den Rückstand: Wegen zu vieler deutscher Spieler auf dem Eis ging die USA ins Powerplay, Lee nutzte die Überzahl für seinen Treffer.
Im zweiten Drittel fasste die deutsche Mannschaft mehr Mut. NHL-Youngster Joshua Samanski, wie Draisaitl bei den Oilers unter Vertrag, vergab die Chance zum Ausgleich knapp (23.). Stattdessen stocherte auf der Gegenseite Lafferty den Puck an Grubauer vorbei zum 2:0. Das DEB-Team steckte nicht auf, ließ aber die guten Chancen durch Tuomie und Dominik Bokk ungenutzt.
Auch der engagierte Seider zielte mit einigen Schüssen nicht genau genug. Als die Scheibe plötzlich zu Tuomie kam und dieser alleine vor dem Tor die Nerven behielt, glaubte die deutsche Mannschaft kurzzeitig an die Wende – bis Steeves 65 Sekunden später wieder erhöhte. Das Schlussdrittel hatte kaum begonnen, als Plante das 4:1 erzielte. Doch Dziambor schlug erneut wenige Sekunden später zurück.