Große Ehre für Marco Sturm: Dem früheren Eishockey-Bundestrainer ist am Dienstag das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden. Die Auszeichnung erhielt der 47 Jahre alte Headcoach des NHL-Teams Boston Bruins im Rahmen einer feierlichen Zeremonie von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in München.

„Es ist eine unglaubliche Auszeichnung“, sagte Sturm nach der Verleihung im Interview mit NHL.com/de: „Es ist mal was ganz anderes, weg von der Kabine, weg vom Eis, weil eben doch mehr dazu gehört. Das macht mich natürlich mächtig stolz, und ich bin sehr dankbar für diesen Orden.“

Herrmann lobte Sturm als einen „außergewöhnlichen und erfolgreichen Botschafter für den deutschen Sport“ und betonte in einer direkten Ansprache: „Durch Ihre sportlichen Triumphe als Eishockeyspieler und -trainer, Ihre wegweisende Arbeit als Bundestrainer, maßgeblich aber durch Ihr unermüdliches humanitäres Engagement haben Sie sich außerordentlich für die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht. Dieses Engagement verdient Dank, Respekt und höchste Anerkennung.“

Sturm mit Stiftung für krebskranke Kinder

Seit 2004 engagiert sich der gebürtige Dingolfinger mit der nach ihm benannten Marco-Sturm-Stiftung für krebskranke Kinder und deren Familien. Sturms Mutter war einem Krebsleiden erlegen.

Sturm trainierte die DEB-Auswahl von 2015 bis 2018 und führte das Team bei den Olympischen Spielen in Südkorea 2018 sensationell zur Silbermedaille. In seiner ersten Saison als Headcoach der Bruins erreichte er im April die Playoffs, die Franchise aus Boston schied dort jedoch in der ersten Runde aus.