Ganz bitteres Erstrunden-Aus für Luke Littler! Das Darts-Wunderkind hat sein Auftaktduell beim World Grand Prix (Die ganze Woche LIVE auf SPORT1) gegen Rob Cross mit 1:2 verloren. Damit misslang Littlers Debüt beim einzigen Double-In/Double-Out-Turnier des Jahres.

Der 17-Jährige scorte über das ganze Spiel zwar besser als sein englischer Landsmann, doch ausschlaggebend war letztlich die Checkout-Quote. Cross traf acht seiner zehn Versuche auf die Doppelfelder und bewies stets starkes Timing. Littler hingegen leistete sich immer wieder Fehler, weshalb er am Ende nicht über die erste Runde hinauskam.

Luker Littler ist das Darts-Wunderkind
Luker Littler ist das Darts-WunderkindLuker Littler ist das Darts-Wunderkind

Trotzdem zeigte sich der Teenager hinterher wenig frustriert: „Mein Debüt ist nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber insgesamt habe ich meine Leistung genossen“, schrieb Littler auf X. Cross wiederum meinte erleichtert: „Der Junge ist absolut gut drauf und reitet immer noch die Erfolgswelle – das macht das Ergebnis für mich so wichtig. In der Vergangenheit war dieses Turnier für mich meist schockierend gelaufen. Aber meine Doppelstarts waren diesmal brillant.“

Humphries gelingt irres Comeback

Währenddessen gelang Luke Humphries ein irres Comeback! Der Vorjahressieger und Weltmeister gewann sein Erstrundenduell gegen Stephen Bunting mit 2:1, nachdem er die ersten fünf Legs verloren und einen Matchdart gegen sich hatte.

Die Nummer eins der Welt hatte gegen seinen englischen Landsmann zu Beginn der Partie keine Chance, denn Bunting spielte über weite Strecken der ersten beiden Sätzen einen Average von knapp 110 Punkten – und das beim Modus Double In/Double Out!

Bunting vergibt Matchdart

Bunting gewann den ersten Satz somit im Schnelldurchgang mit 3:0. Auch danach änderte sich an der Dominanz wenig: Nach seinem eigenen Anwurf breakte die Nummer elf der Welt Humphries, der ratlos auf der Bühne stand.

Nachdem „The Bullet“ seinen ersten Matchdart vergeben hatte, konnte Humphries dann aber sein erstes Leg im Spiel gewinnen, stellte bei seiner Aufholjagd auf 2:2 und konnte auch den Decider für sich entscheiden. Damit war die Partie wieder ausgeglichen.

World Grand Prix: Kracher gegen Pietreczko

Nachdem „Cool Hand Luke“ auch das erste Leg im dritten Satz gewonnen hatte, durchbrach sein Kontrahent dann aber erst einmal seinen Lauf und glich in den Legs aus. Direkt danach hatte dann aber Bunting wieder Probleme, in die beiden folgenden Legs zu kommen, sol dass Humphries ohne große Mühe auf 3:1 in den Legs stellte und damit das Weiterkommen perfekt machte.

PaarungErgebnis
Josh Rock – Ryan Joyce0:2
Brendan Dolan – Martin Schindler0:2
Jonny Clayton – Ritchie Edhouse2:0
Nathan Aspinall – Ryan Searle2:1
Raymond van Barneveld – Ricardo Pietreczko1:2
Luke Humphries – Stephen Bunting2:1
Roc Cross – Luke Littler2:1
Gian van Veen – Ross Smith0:2

In der nächsten Runde trifft die Nummer eins der Welt nun auf den Deutschen Ricardo Pietreczko, der sein Erstrundenduell gegen Legende Raymond van Barneveld gewann.

Schindler trifft auf Cross

Neben „Pikachu“ erreichte auch der zweite deutsche Teilnehmer beim World Grand Prix das Achtelfinale. Martin Schindler besiegte Brendan Dolan souverän mit 2:0 und trifft nun auf Cross.

Einen großen Kampf boten sich Nathan Aspinall und Ryan Searle. Das Duell ging beim Stand von 1:1 in den Sätzen in den Decider, in dem „The Asp“ die Oberhand behielt. Aspinall gelangen zudem während des Matches sieben perfekte Darts.

Für eine Überraschung sorgte Ryan Joyce, der beinahe problemlos gegen den favorisierten Youngster Josh Rock weiterkam (2:0). Ähnlich machte es Jonny Clayton in seinem Erstrundenduell gegen Ritchie Edhouse (2:0).

Smith wirft im Schnitt über 100 Punkte

Einen sehr starken Auftritt zeigte Ross Smith gegen Gian van Veen. Der Engländer gewann mit 2:0 und spielte dabei einen Average von 101,79 Punkten. Letztmals hatte beim World Grand Prix Gerwyn Price im Jahr 2021 einen Average von mehr als 100 Punkten geworfen. Smith ist erst der siebte Spieler, dem bei diesem Turnier das gleiche Kunststück gelang.