Mit der nächsten Machtdemonstration ins Finale! Luke Littler hat Ryan Searle im Halbfinale der Darts-WM 2026 klar mit 6:1 in Sätzen besiegt und einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht.

Damit steht Littler bereits zum dritten Mal im WM-Endspiel. 2024 hatte er noch gegen Luke Humphries verloren (4:7), letztes Jahr krönte sich der Ausnahmespieler mit einem Sieg gegen Michael van Gerwen (7:3) erstmals zum Weltmeister. (alle Spiele der Darts-WM LIVE auf SPORT1)

Luke Littler steht bei der Darts-WM im Finale
Luke Littler steht bei der Darts-WM im FinaleLuke Littler steht bei der Darts-WM im Finale

Darts-WM: Littler erreicht Historisches

Drei Finalteilnahmen in Folge waren zuvor nur Legende Phil Taylor (14-maliger PDC-Weltmeister), Dennis Priestley und Gary Anderson (zweimaliger PDC-Weltmeister) gelungen.

„Ich bin sehr glücklich. Morgen geht es wieder los – ein letztes Mal. Das dritte Finale in Folge. Das ist unglaublich“, sagte Littler bei DAZN.

Searle schnappte sich den ersten Satz im Decider. Doch Littler ließ sich nicht beirren, holte sich den nächsten Durchgang (3:1) und glich in Sätzen aus. Gegen den Anwurf holte sich die Nummer eins der PDC Order of Merit auch den dritten Satz (3:2).

Littler kam immer besser in Fahrt und gab im vierten Satz kein Leg ab (3:0). Mit einem 110er Checkout (Triple-19, Single-13, Doppel-20) sorgte er zum Abschluss für ein Highlight. „Das ist der erste kleine Express, der hier losgeht. Und das hat Littler ja in jedem Spiel. Searle muss jetzt aufpassen“, merkte SPORT1-Experte Robert Marijanovic an.

Auch die nächsten beiden Sätze gewann Littler klar (beide 3:0). Damit hatte das 18 Jahre alte Wunderkind zwischenzeitlich sogar elf Legs in Folge gewonnen. „Dominanter kann man eigentlich nicht mehr spielen“, sagte Marijanovic.

Luke Littler und Ryan Searle bieten den Fans im Ally Pally eine Wahnsinns-Show. Erst hat Littler sieben perfekte Darts und verpasst das perfekte Leg, dann checkt Searle den Big Fish.

Luke Littler und Ryan Searle bieten den Fans im Ally Pally eine Wahnsinns-Show. Erst hat Littler sieben perfekte Darts und verpasst das perfekte Leg, dann checkt Searle den Big Fish.

Littler von Searles Highfinish beeindruckt

Im ersten Leg des siebten Satzes beendete Searle den Run – und wie! Mit einem Big Fish – das mit 170 Punkten größtmögliche Finish im Darts – beeindruckte er auch Littler. Dieser hatte zuvor sieben perfekte Darts geworfen, verpasste dann aber mit dem achten Dart die Triple-20 – und damit auch den 9-Darter – knapp.

Littler gewann den Satz schließlich im Decider – und damit auch das Match. Der Engländer verwandelte seinen ersten Matchdart auf der Doppel-20 und ließ sich von den Fans feiern.

„The Nuke“ spielte letztlich 105,35 Punkte im Drei-Dart-Average und traf 58,8 Prozent seiner Würfe auf die Doppel. In der dritten Runde hatte Littler gegen Mensur Suljovic noch einen persönlichen WM-Rekord aufgestellt (107,09 Punkte). Dafür reichte es am Freitagabend nicht ganz.

„Ich hätte heute Abend ein bisschen besser sein können, habe ein paar Doppel verpasst. Aber wie ihr wisst, bin ich mit über 50 Prozent zufrieden“, erklärte Littler auf der Pressekonferenz.

„Heavy Metal“ kam auf 93,31 Punkte im Average und war auf die Doppel zu 42,1 Prozent erfolgreich.

Darts-WM: Kleine Veränderung bei Littler zu erkennen

Auffällig war am Freitagabend, dass Littler bei seinem Wurfstil kleine Veränderungen vorgenommen zu haben schien. Besonders die linke Hand des Engländers war dabei anders positioniert als üblich.

„Ich mache das nicht mit Absicht, aber es hat funktioniert“, sagte Littler auf SPORT1-Nachfrage. Experte Max Hopp erklärte: „Das machen Spieler manchmal unterbewusst.“

Luke Littler spricht mit SPORT1, nach seinem dritten Finaleinzug in Folge, über das Halbfinale und die möglichen Gegner für das WM-Finale.

Luke Littler spricht mit SPORT1, nach seinem dritten Finaleinzug in Folge, über das Halbfinale und die möglichen Gegner für das WM-Finale.

Für Searle ließ sich Hauptsponsor Paddy Power eine besondere Geste einfallen. Bei den Pappschildern im Publikum waren sowohl die gelbe „180“ als auch die weiße Sponsorenschrift auf dem grünen Untergrund verschwommen gedruckt – um auf eine seltene Augenkrankheit aufmerksam zu machen, unter der Searle leidet.

Am Samstag trifft Littler im Duell um die begehrte Sid Waddell Trophy auf den niederländischen Shootingstar Gian van Veen, der sich im mit 6:3 in Sätzen gegen den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson durchsetzte.