Ehrliche Worte von Luke Humphries: Nach dem Triumph beim US Darts Masters hat die Nummer zwei der Welt einen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben.

Auf die Frage, ob ihm der dramatische 8:7-Finalsieg in Legs gegen Luke Littler mehr bedeuten würde als der Titel, antwortete der Engländer: „Das war für mich persönlich sogar noch wichtiger.“

Luke Humphries gewann im Juni den World Cup of Darts zusammen mit seinem Landsmann Luke Littler
Luke Humphries gewann im Juni den World Cup of Darts zusammen mit seinem Landsmann Luke LittlerLuke Humphries gewann im Juni den World Cup of Darts zusammen mit seinem Landsmann Luke Littler© IMAGO/Jan Huebner

Humphries beseitigt mentale Zweifel

Humphries hatte in den vergangenen Monaten etliche Male im Finale gegen seinen Rivalen das Nachsehen und erinnerte sich: „Ich verlor das Masters in einem Entscheidungsleg, die Premier League in einem Entscheidungsleg und auch in Kopenhagen (beim Nordic Darts Masters, Anm. d. Red.) ging es schief. Dann denkst du zwangsläufig, dass du so ein Match vielleicht einfach nicht über die Ziellinie bekommst.“

„Cool Hand Luke“ meinte, dass diese Zweifel nun beseitigt seien. „Es fühlt sich ein bisschen wie eine Wiedergutmachung an. Vielleicht brauchte ich genau so einen Sieg, um wieder zu glauben, dass es nichts gibt, was immer gegen mich läuft. Ich habe in diesen früheren Entscheidungslegs überhaupt nicht schlecht gespielt, aber es fiel jedes Mal knapp auf die falsche Seite“, erklärte der 31-Jährige, der betonte, dass Littler auf dem höchsten Niveau gespielt habe.

„Er beweist jedes Mal wieder, wie gut er ist. Deshalb bin ich auch stolz, dass ich auf seine 180 sofort antworten und das Match schnell beenden konnte“, sagte ein sehr glücklicher Humphries und ergänzte: „Eine Rivalität ist erst dann wirklich reizvoll, wenn nicht immer derselbe Spieler gewinnt. Ich habe ihn jetzt wieder ein paar Mal geschlagen und er hat mich auch oft genug bezwungen. Das ist gut für den Sport.“

Zuschauerrekord beim US Darts Masters

Generell schwärmte er von dem Turnier, das im New Yorker Hulu Theater im legendären Madison Square Garden ausgetragen wurde. Die dort anwesenden 5.000 Personen sorgten für einen neuen US-Zuschauerrekord im Darts.

„Das ist ein Turnier, das ich irgendwann einfach einmal gewinnen wollte. An so einem ikonischen Ort zu spielen, ist schon besonders, aber es dann zwei Jahre in Folge zu gewinnen, ist wirklich fantastisch“, jubelte Humphries.

Er fügte hinzu: „Es waren natürlich viele englische Unterstützer wegen der Fußball-WM da, aber wenn man diese Arena so mühelos ausverkauft, sagt das alles darüber, wo unser Sport inzwischen steht.“