Nach dem deutlichen 6:1-Sieg gegen Michael van Gerwen beim German Darts Grand Prix fand der deutsche Darts-Youngster Niko Springer im exklusiven SPORT1-Interview ehrliche Worte.
„Ich war, um ehrlich zu sein, ziemlich nervös. Van Gerwen ist natürlich ein großer Spieler, vor dem habe ich extrem viel Respekt. Ich habe versucht, das auf der Bühne ein bisschen auszublenden. Das fällt einem dann gar nicht so leicht. Aber ich habe es in dem Moment geschafft“, gab er einen Einblick in seine Gefühlswelt.
Vom großen Namen des dreimaligen Weltmeisters versuchte sich Springer nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen: „Das Ziel auf der Bühne muss immer sein, das Spiel zu gewinnen. Und wenn du dir einen Kopf darüber machst, gegen wen du spielst, dann hast du eigentlich schon verloren.“
Springer spricht über schwere Zeit nach der Darts-WM
Die Leichtigkeit, die er im Interview nach dem souveränen Sieg zeigte, war in den letzten Monaten nicht immer da. Grund dafür war das überraschende Erstrunden-Aus bei der jüngsten Weltmeisterschaft.
„Es war extrem schwierig. Ich musste das erste Training nach der WM tatsächlich abbrechen. Das kam leider ein bisschen zu früh. Ich kannte das so gar nicht von mir“, offenbarte er am SPORT1-Mikrofon.
Sein jetziges Comeback habe er vor allem seinem Umfeld zu verdanken, welches ihn aufgefangen und ihm den nötigen Rückhalt gegeben habe. Er habe versucht, das Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen: „Der Glaube ist extrem wichtig. Ich weiß ja, was ich spielen kann. Die WM überwiegt natürlich extrem. Aber ich denke, ich habe ein ganz gutes Jahr gespielt, und der Award als Newcomer des Jahres hat mir natürlich auch so ein bisschen Motivation gegeben und mich stolz gemacht. Ich denke, momentan bin ich auf dem richtigen Weg.“
Am Montag wird es in der nächsten Runde gegen „Bully Boy“ Michael Smith gehen. Dieses Match will Springer „definitiv genießen“. Er glaube auch, eine Chance auf den Sieg zu haben: „Ich weiß, Michael Smith ist natürlich ein extrem guter Spieler – nicht ohne Grund Weltmeister. Ich weiß aber auch, wenn ich so spiele wie heute, mache ich es ihm natürlich nicht ganz so leicht. Deswegen: Ich habe nichts zu verlieren und freue mich, Let’s go!“