Darts-Wahnsinn in Down Under! Beim Stand von 7:7 im Finale bringt erst der Last-Leg-Decider im rein englischen Duell zwischen Rob Cross und Nathan Aspinall die Entscheidung bei den New Zealand Darts Masters – mit dem besseren Ausgang für „Voltage“.

Mit einem 15-Darter und einem Checkout von 88 Punkten über die Doppel-7 wird der ehemalige Weltmeister seinem Spitznamen gerecht, Cross gab sich als Blitzableiter des aufkommenden Drucks – auch Aspinall stand auf einem Finish.

„Voltage“ ließ zuvor zahlreiche Chancen aus, musste einen 2:5-Rückstand drehen. Doch mit 12, 14, 13 und 14 Darts spielte sich der 32-Jährige in einen regelrechten Rauschzustand, glich zum 7:7 aus. Der Rest war pure Abgeklärtheit.

Rob Cross gewinnt sein erstes TV-Turnier seit über zwei Jahren
Rob Cross gewinnt sein erstes TV-Turnier seit über zwei Jahren Rob Cross gewinnt sein erstes TV-Turnier seit über zwei Jahren

„Ich hatte diese Woche ein wenig Schlafmangel, aber schau, wenn du nicht auf deinem besten Niveau bist und trotzdem gewinnst, zeigt es das Niveau, auf dem sich mein Spiel aktuell bewegt“, sagte der ehemalige Weltmeister noch auf der Bühne.

Damit verwehrte Cross seinem Landsmann Aspinall den Back-to-back-Erfolg. Erst Ende Juli hatte sich die Nummer fünf der Welt zum Champion bei zweitwichtigsten Turnier im Jahreskalender, dem World Matchplay in Blackpool, gekürt.

Aspinall trotz Finalniederlage: „Kann es kaum abwarten…“

Zwar musste er konstatieren, dass die dramatische Finalniederlage schmerze, „ich hätte das Spiel in meinen Augen nicht verlieren dürfen“, und doch zeigte sich überwiegend Dankbarkeit in seinen Worten: „Ich schwebe immer noch auf Wolke sieben. Ich bin die Nummer fünf der Welt und bekomme Gelegenheiten wie diese. Was für eine tolle Arena, was für ein tolles Land, und ich kann es kaum erwarten, nächstes Jahr wieder hierher zu kommen.“

Auch Rob Cross, der seinen ersten TV-Titel seit zwei Jahren gewann, zeigte sich sichtlich gerührt: „Das sind alles Erinnerungen! Wenn ich einmal von der Tour abtrete – noch bin ich jung – werde ich zurückblicken und mich daran erinnern, auch an diese tollen Menschen auf dem Weg dahin.“

Bereits im Viertelfinale gegen den krassen Außenseiter Jonny Tata musste Cross in den Decider. Im Halbfinale gegen den Nummer-eins-Seed Gerwyn Price packte Cross dann drei Highfinishes aus und entschied die Partie mit 7:3 für sich – es war sein erster Sieg gegen den „Iceman“ seit Oktober 2019.

Das spielerische Highlight des Finaltages allerdings fand bereits im anderen Halbfinale statt. Auf einem absurd guten Niveau duellierten sich Nathan Aspinall und der amtierende Weltmeister Michael Smith.

„Bully Boy“ unterlag letztlich mit 3:7 – trotz eines Averages von rund 107 Punkten. Aspinall, der förmlich losgelöst aufspielte, brachte am Ende einen Durchschnitt von 110,22 Punkten an die Scheibe.

Der Finaltag im Überblick:

Finale

Rob Cross – Nathan Aspinall 8:7

Halbfinale

Rob Cross – Gerwyn Price 7:3

Nathan Aspinall – Michael Smith 7:3

Viertelfinale

Gerwyn Price – Danny Noppert 6:1

Rob Cross – Jonny Tata 6:5

Michael Smith – Damon Heta 6:5

Nathan Aspinall – Haupai Puha 6:1