Mit zweijähriger Verspätung erobern die Darts-Stars in diesem Jahr die US-Metropole New York und eine der berühmtesten Sportarenen der Welt – aber nicht jedem Fan passt, wie darauf eingestimmt wird.

Ein Werbevideo des Weltverbands PDC für das US Darts Masters im Madison Square Garden am 3. und 4. Juni ist am gestrigen Dienstag im Netz zum Zankapfel geworden.

Ein Teil der Fans stört sich an der aus ihrer Sicht zu prominenten Präsentation von Darts-Queen Fallon Sherrock – und versieht den Clip deswegen mit höhnischen Kommentaren. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

Fallon Sherrock spielt prominente Rolle in Promo-Clip

„Warum so große Werbung für eine Spielerin, die sich keine Tourkarte verdient hat?“ – „Ihr meint: die größten Darts-Stars der Welt – und Fallon Sherrock“ posteten Twitter-Nutzer. (Fallon Sherrock: Was nur Kenner über die Darts-Queen wissen)

Sie kritisieren, dass das 30-sekündige Video mit Sherrock beginnt – und dass sie auf dem Promo-Poster in einer Reihe mit dem Weltmeister-Trio Gerwyn Price, „Snakebite“ Peter Wright und Michael van Gerwen abgebildet ist. (NEWS : Zoff um Sherrock: Price sieht rot)

Die mürrischen Anmerkungen dazu sind das nächste Kapitel eines seit Jahr und Tag andauernden Konflikts um die Behandlung von Sherrock, der bei der WM 2020 und zuletzt mit ihrem Viertelfinal-Einzug beim Grand Slam of Darts 2021 historische Coups in der Männerdomäne gelungen waren. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

Der Hype um Sherrock entfachte danach auch eine Debatte, ob Sherrock eine Wild Card für die Premier League erhalten sollte. Die sportliche Qualifikation verpasste sie im Januar in der Q School deutlich, auch bei der WM hatte sie zuvor ein enttäuschendes Erstrunden-Aus erlebt.

Sherrock mit Hauptrolle auf der New Yorker Bühne

Für den Event im legendären MSG – schon 2020 und 2021 geplant, aber jeweils wegen Corona ausgefallen – spielt das keine Rolle, das US Darts Masters ist ein Einladungsturnier im Rahmen der World Series of Darts.

Und dass die PDC und ihr Chef Eddie Hearn, der als Box-Promoter unter anderem auch für Anthony Joshua die Fäden zieht, dort nun voll auf Sherrock als Werbeträgerin setzen: kein Wunder: Gerade noch in Anbetracht der Vermarktungs- und Image-Punkte, die auf der großen Medienbühne New York zu gewinnen sind.

Missgünstige Reaktionen sind der Preis, der anscheinend dafür in Kauf zu nehmen ist.