Seit gerade einmal drei Wochen hat die Beachvolleyballerin Louisa Lippmann mit Melanie Paul eine neue Partnerin – trotzdem geht sie zuversichtlich in den ersten gemeinsamen Wettkampf, die deutschen Vereinsmeisterschaften bei den Finals in Hannover (23. bis 26. Juli). „Das ist ein Sprung ins kalte Wasser“, sagte die 31-Jährige von den Berlin Recycling Volleys in einer Mitteilung des Klubs: „Das ist manchmal gut – man kann immer überraschen.“

Lippmann: Neuer Partner, großer Ehrgeiz

Lippmann freue sich auf das Turnier, das durch den kurzfristigen Partnertausch zunächst „auf der Kippe“ gestanden hatte. „Wir haben noch keinen hohen Ergebnisdruck und können vor einer tollen Kulisse spielen“, sagte sie: „Wobei eines klar ist: Melli und ich sind extrem ehrgeizig und wollen uns da gut zu präsentieren.“

Trotzdem müssten sich die beiden „erst noch finden“, viele Trainingseinheiten habe es bisher nicht gegeben. „Melli kenne ich von allen meinen drei Partnerinnen am wenigsten“, sagte Lippmann, die zuvor mit Linda Bock und auch mit Olympiasiegerin Laura Ludwig ein Team gebildet hatte: „Melli ist Linkshänderin. Das wird für mich eine Umorientierung sein. Eine krasse Waffe ist ihr Sprungaufschlag.“

Bis Anfang Juli hatte Lippmann anderthalb Jahre an der Seite von Bock gespielt. Zuletzt habe ihr jedoch die Entwicklung gefehlt: „Wir sind zwei Hallenspielerinnen, die in den Sand gegangen sind. Das ist ein Projekt, das Risiken birgt“, sagte sie. Ebenso risikoreich sei jedoch auch die neue Partnerschaft: „Es ist nicht gesagt, dass dieses Team erfolgreicher wird. Aber ich habe Vertrauen.“ Das müsse sie auch, denn schon im November spielen Lippmann und Paul um die Olympia-Qualifikation: „Es geht jetzt um die Wurst.“