Der Deutsche Basketball Bund bekommt prominente Unterstützung! Ex-Nationalspieler Mithat Demirel wird nach SPORT1-Informationen neuer Vize-Präsident für Leistungssport. Offiziell werden soll dies am Samstag im Rahmen des DBB-Bundestags, bei welchem der 48-Jährige als Nachfolger von Armin Andres gewählt werden soll. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht.

„Wenn das funktioniert, würde ich mich sehr freuen. Das wäre wirklich eine Ehre für mich, das machen zu dürfen“, sagte Demirel auf SPORT1-Anfrage. „Nach den Gesprächen mit Ingo Weiss (DBB-Präsident, Anm. d. Red.) und den anderen Verantwortlichen bin ich sehr interessiert und stelle mich zur Wahl.“

Demirel gewann WM-Bronze und EM-Silber

Der gebürtige Berliner blickt auf eine erfolgreiche Karriere als Spieler zurück, wurde zwischen 1997 und 2003 unter anderem fünfmal Deutscher Meister und viermal Pokalsieger mit ALBA Berlin. Nach dem Ende seiner Profikarriere war er von 2010 bis 2015 als Sportdirektor der Berliner tätig.

Für die Nationalmannschaft absolvierte der frühere Point Guard insgesamt 100 Länderspiele und war jahrelang Zimmerkollege von Dirk Nowitzki, mit dem er bis heute eng befreundet ist. Demirel war Teil der Mannschaft, die 2002 Bronze bei der WM holte – und 2005 Vize-Europameister wurde. Bis zu den sensationellen Titeln bei der WM 2023 und der EM 2025 waren dies die größten Erfolge des deutschen Männer-Basketballs in der jüngeren Vergangenheit gewesen. 1993 waren die Herren erstmals Europameister.

„Sind für mich ja auch keine Unbekannten“

Seine künftigen Arbeitskollegen kennt er bereits aus der Vergangenheit. „Ich hatte echt gute Gespräche mit den Verantwortlichen. Das sind für mich ja auch keine unbekannten Leute beim DBB“, erklärte er. „Schon in meiner Zeit bei ALBA und auch in meiner aktiven Zeit hatten wir bereits sehr viel miteinander zu tun.“

In Demirels Aufgabenbereich werden alle U-Mannschaften sowie Männer- und Frauen-Mannschaften fallen. Zudem wird er auch für die 3×3-Teams verantwortlich sein. Kürzlich wurden die 3×3-Männer Vizeweltmeister. Im September startet außerdem die Heim-WM für Deutschlands Basketballerinnen.