Nach zwei vergebenen Matchbällen ist der Druck für Alba Berlin vor dem alles entscheidenden Duell mit den BMA365 Bamberg Baskets in der BBL mächtig gestiegen.
„Wir müssen in Spiel 5 noch einmal bis ans Limit spielen, so wie es Bamberg auch tun wird“, sagte Trainer Pedro Calles vor dem letzten Playoff-Halbfinale. Am Dienstag (20.30 Uhr/Dyn) kommt es in der Bundeshauptstadt zum Showdown, der Sieger darf mit Meister Bayern München um den Titel streiten.
Heimvorteil spricht für Alba
Nach einer 2:0-Führung der Berliner steht es in der Best-of-five-Serie nun 2:2, bislang gab es nur Heimsiege. Diese Tatsache und die Statistik sprechen für Alba. Denn bislang ist es in den Playoffs der Bundesliga nur drei Basketballteams gelungen, eine Serie nach einem 0:2 noch zu drehen.
Die Telekom Baskets Bonn schafften es gleich zweimal, jeweils im Viertelfinale: 2001/02 gegen Bamberg und 2002/03 gegen Leverkusen. Zuvor gruben sich Bayreuth (Finale 1988/89 gegen Leverkusen) und Leverkusen (Halbfinale 1999/00 gegen Frankfurt) aus dem tiefstmöglichen Loch.
Nach dem Erfolg im vierten Aufeinandertreffen wünschte sich Bamberg-Trainer Anton Gavel für das nächste Duell in Berlin „noch einmal so eine Leistung. Aber wenn wir jetzt schon in Spiel 5 sind, wollen wir natürlich auch alles dafür tun, dass wir auch das nächste Spiel gewinnen.“ – Die größten Comebacks in den Playoffs der Bundesliga.
Legendäre 0:2-Aufholjagden
Finale 1988/89: Bayreuth – Leverkusen 3:2 nach 0:2
Halbfinale 1999/00: Leverkusen – Frankfurt 3:2 nach 0:2
Bonn kontert zweimal 0:2
Viertelfinale 2001/02: Bonn – Bamberg 3:2 nach 0:2
Viertelfinale 2002/03: Bonn – Leverkusen 3:2 nach 0:2