Am vorletzten Spieltag der Regular Season stand die NBA ganz im Zeichen der Belastungssteuerung. Denn vor der letzten regulären Partie stehen viele Platzierungen schon fest. Beim Duell zwischen Oklahoma City und den Denver Nuggets wurden die Fans in der Arena massiv enttäuscht. Denn: Es fehlten nicht nur die beiden prominentesten Namen: MVP Shai Gilgeous-Alexander sowie Dreifach-MVP Nikola Jokic saßen ebenso wie sämtliche übrigen Starter beider Teams draußen.
Topstars wie Jokic spielen nicht
Insgesamt wurden ligaweit 168 Profis als verletzt oder krank gelistet – darunter 14 Spieler der Memphis Grizzlies. Alle 30 Teams absolvierten Spiel 81, ehe am Sonntag der Abschluss der Hauptrunde folgt.
Oklahoma City hatte sich den Nummer-eins-Seed bereits gesichert. „Wenn wir den Top-Seed nicht schon fix gehabt hätten, würden alle spielen“, erklärte Thunder-Coach Mark Daigneault. Man habe sich das Recht verdient, „die Körper zu managen“.
Denver hingegen kämpft noch um die Platzierung. Für Jokic geht es zudem um die 65-Spiele-Marke, die für MVP- und All-NBA-Ehren relevant ist. Ein Einsatz im Saisonfinale gilt daher als wahrscheinlich. „Wir sind uns dessen bewusst“, sagte Nuggets-Coach David Adelman.
Victor Wembanyama benötigte 20 Minuten Einsatzzeit, um die 65-Spiele-Grenze zu erreichen. Der Franzose wurde bei exakt 20 Minuten zunächst ausgewechselt, kehrte dann aber zurück – und dominierte. Beim Sieg gegen Dallas legte er 40 Punkte, 13 Rebounds und fünf Assists in nur 26 Minuten auf.
„Wenn ich die 65 Spiele schon gehabt hätte, hätte ich sicher nicht gespielt“, sagte Wembanyama. Spurs-Coach Mitch Johnson betonte: „Wir brauchen so viel On-Court-Erfahrung wie möglich – ohne es zu übertreiben.“
Boston setzte ohne Superstar Jayson Tatum ebenfalls ein Ausrufezeichen und versenkte 29 Dreier – Einstellung des NBA-Rekords. Erst am 6. April hatten die Grizzlies diese Marke erreicht. „Hoffentlich haben wir nicht alle Würfe in einem Spiel verbraucht“, meinte Coach Joe Mazzulla.