Giannis Antetokounmpo hat seine Heimat zu Bronze geführt: Mit 30 Punkten und 17 Rebounds trug der zweifache NBA-MVP die Griechen zu einem 92:89 gegen Finnland im Spiel um Platz drei bei der EuroBasket. Es ist die erste Medaille für Hellas seit Bronze 2009 und insgesamt die sechste Podiumsplatzierung (2× Gold, 1× Silber, 3× Bronze).
Dominanz bis zur nervenaufreibenden Schlussphase
Die Hellenen lagen nie zurück, bauten den Vorsprung phasenweise auf 17 Zähler aus und führten knapp zwei Minuten vor dem Ende noch komfortabel mit elf Punkten. Doch Finnland, angeführt vom Utah-Jazz-Forward Lauri Markkanen (19 Punkte, 10 Rebounds), startete ein furioses Comeback. Fünf Sekunden vor Schluss stand Elias Valtonen an der Linie und hätte mit drei Freiwürfen ausgleichen können – der dritte Versuch klatschte jedoch an den Ring. Antetokounmpo schnappte sich den Rebound und machte an der Gegenseite mit zwei sicheren Free Throws den Deckel drauf.
Antetokounmpos emotionales Statement
„Wir haben es geschafft. Ich habe zwar schon einen NBA-Titel gewonnen, aber nichts fühlt sich so an wie dieses Trikot zu tragen und für zwölf Millionen Menschen zu spielen“, jubelte der Superstar der Milwaukee Bucks. „Das ist wahrscheinlich die größte Errungenschaft meines Lebens.“
Finnlands Aufholjagd reicht nicht
Die Skandinavier versuchten alles, markierten in der Crunchtime schnelle Dreier und setzten auf aggressives Trapping. Griechenland zeigte Nerven, verlor binnen Sekunden zwei Turnover, rettete sich aber dank Antetokounmpos Physis und Kaltschnäuzigkeit über die Ziellinie.
Historische Bedeutung für Hellas
Nach dem klaren Halbfinal-Aus gegen die Türkei unterstreicht Griechenland mit Bronze seine Rückkehr in die europäische Elite. Finnland, das im Halbfinale an Deutschland gescheitert war, verpasst dagegen seine erste EuroBasket-Medaille seit 1951. Im Finale treffen später am Abend Titelverteidiger Deutschland und die Türkei aufeinander.