„Viele Lügen“: Fernandes wehrt sich gegen Berichte

So gelassen blickt Carrick auf seine Zukunft
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So gelassen blickt Carrick auf seine Zukunft

Nach seiner öffentlichen Kritik an Trainer Michael Carrick bezieht Manchester Uniteds Bruno Fernandes nach dem 3:2-Sieg gegen AS Rom Stellung, räumt Spekulationen aus - und rechnet mit der Berichterstattung ab.

Nicht nur Uniteds sportliche Leistung hatte einen Schatten auf den Verein geworfen. Mit seiner öffentlichen Taktik-Kritik an seinem Trainer Michael Carrick sorgte auch Manchester Uniteds Bruno Fernandes nach der Blamage gegen Como 1907 für Aufsehen. Im Nachgang des langersehnten Siegs gegen die AS Rom (3:2) hat der 32-Jährige nun Stellung bezogen – und teilte in diesem Zuge auch gegen die Medien aus.

„Es war eine schwierige Zeit. Es gab viele Spekulationen in den Medien“, blickte Fernandes nach Abpfiff im Interview bei Prime Video zurück. „Es kursieren viele Lügen über die Geschehnisse bei diesem Verein“.

Bruno Fernandes bezog zu seiner Kritik an Michael Carrick Stellung
Bruno Fernandes bezog zu seiner Kritik an Michael Carrick StellungBruno Fernandes bezog zu seiner Kritik an Michael Carrick Stellung© IMAGO/Mark Pain

Nach der 1:4-Blamage gegen Como 1907 hatte Uniteds Kapitän die taktische Herangehensweise seines Trainers öffentlich kritisiert – das darauffolgende Spiel gegen den AFC Bournemouth musste er dann von der Ersatzbank aus verfolgen. Von vielen Beobachtern wurde diese Entscheidung Carricks als eine Folge-Maßnahme von Fernandes‘ Kritik interpretiert. Fans vermuteten einen internen Konflikt im Klub.

Fernandes räumte Spekulationen aus

„Viele hatten den Eindruck, das sei eine Strafe für meine Äußerungen gewesen“, war sich auch Fernandes bewusst. Seinen Bankplatz erklärte er hingegen aber wie folgt: „Der Trainer hat entschieden, mich auf die Bank zu setzen, weil meine Leistung nicht stimmte – und das ist völlig in Ordnung“.

Selbst wenn seine Kritik der Grund für Carricks Startelf-Wechsel gewesen wäre, hätte der 32-Jährige die Entscheidung seines Trainers nach eigenen Aussagen respektiert. Für ihn sei klar: „Der Trainer trifft die Entscheidungen. Das muss ich akzeptieren.“ Dies ändere nichts an seinem Ziel, „jedes verdammte Spiel, das vor mir liegt, zu gewinnen.“

DEINE MEINUNG

Entgegen den Spekulationen, es habe es vor seinen Startelf-Einsätzen gegen den FC Chelsea und der AS Rom eine Aussprache mit Carrick gegeben, verdeutlichte der Kapitän ergänzend: „So etwas hat nie stattgefunden“.

Uniteds erster Lichtblick nach Negativserie

Vor allem nach der letzten Niederlage gegen Bournemouth (0:3) war stark über ein Carrick-Aus bei Manchester United diskutiert worden. Der englische Fußballrekordmeister gab dem 45-Jährigen jedoch eine zweite Chance.

Mit dem hart umkämpften 3:2-Sieg gegen die AS Rom in der Champions League sammelte United seine ersten drei Punkte nach einer Negativserie von neun sieglosen Partien in Folge. Ausgerechnet Fernandes war es, der die Aufholjagd mit seinem verwandelten Elfmeter zum 1:2 in der 58. Minute ins Rollen brachte.

Matheus Cunha schnürte im Anschluss einen Doppelpack und sicherte Manchester United damit den ersten Sieg seit langem. „Es ist etwas, das wir als Gruppe – Spieler und Betreuerstab – gebraucht haben“, resümierte Fernandes, der zum Man of the Match gewählt wurde: „Wir haben so hart daran gearbeitet, gemeinsam aus dieser Situation herauszukommen.“

Auch wenn Carrick sich bezüglich seiner Zukunft beim englischen Erstligisten nach wie vor gelassen zeigt, sollte dieser Sieg auch für ihn von hoher Relevanz gewesen sein. „Es ist erst der erste Sieg, daher werden wir nicht übermütig, aber für uns war er sehr wichtig“, gestand der 45-Jährige nach Abpfiff.