Nach Horror-Sturz: Skiläufer plant Weltcup-Comeback
Der französische Skirennläufer Cyprien Sarrazin ist "mehr oder weniger zuversichtlich", dass er bei den Rennen Ende November in den USA in den Weltcup zurückkehrt.
Der französische Skirennläufer Cyprien Sarrazin plant zwei Jahre nach seinem lebensbedrohenden Horror-Sturz auf der Abfahrt in Bormio eine Rückkehr in den Weltcup. Er sei „mehr oder weniger zuversichtlich“, sagte er bei einem Medientermin in Paris, dass er bei den Rennen Ende November, Anfang Dezember in den USA an den Start gehen werde.
Sarrazin (32) hatte sich am 27. Dezember 2024 bei einem furchterregenden Sturz im Training für die Abfahrt auf der Stelvio schwere Kopfverletzungen zugezogen, allerdings keine bleibenden Hirn- oder neurologischen Schäden davongetragen. Nach einer langen Reha-Phase nahm er bereits am Trainingslager der Franzosen im September in Argentinien teil.
Sarrazin will spontan über Weltcup-Teilnahme entscheiden
Sarrazin, der mit der deutschen Langläuferin Laura Gimmler liiert ist, betonte, er wolle bei den Rennen in Copper Mountain (28./29 November) und Beaver Creek (3. bis 6. Dezember) nicht „um der Sache selbst willen“ an den Start gehen. Ob er sich bereit genug für ein Rennen fühle, wolle er daher jeweils am Vorabend entscheiden.
„Es gibt immer Zweifel, Ängste“, berichtete er von seiner langen Reha-Phase, „aber wenn man an sich selbst glaubt, kann man davon überrascht werden, wie schnell sich die Dinge zum Guten wenden und wie weit man es bringen kann.“ Ihm fehlten derzeit noch ein paar Trainingskilometer, ergänzte er, „aber die werde ich haben, wenn Copper Mountain ansteht“.
Sarrazin war lange als Sturzpilot verschrien. Erst im Winter 2023/2024 war ihm der Durchbruch im Weltcup gelungen, als er unter anderem beide Abfahrtsrennen in Kitzbühel sowie anschließend in Bormio gewann. Darüber hinaus siegte er beim Super-G in Wengen.