Wie Miriam Neureuther Felix näherkam – ein Unglück löste alles aus
Das ist Neureuthers wertvollste Lebensweisheit
Ein schwerer Mountainbike-Unfall bringt Miriam Neureuther 2013 an ihre körperlichen Grenzen - doch ausgerechnet die wohl schlimmste Phase ihres Lebens wird zum Ausgangspunkt der Liebesgeschichte mit Ehemann Felix.
Ein Sturz – und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als nur die sportliche Karriere. Die ehemalige Biathletin und Skilangläuferin Miriam Neureuther hat in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ über ihren schweren Mountainbike-Unfall gesprochen, der ihr Leben und ihre Karriere verändert hat. Besonders die ersten Stunden nach dem Sturz waren dramatisch.“
„Das war ziemlich schlimm, da habe ich mir vier Wirbel gebrochen“, erinnerte sich die frühere Leistungssportlerin. „Da hatte ich am Anfang Lähmungserscheinungen, weil der unterste Wirbel so gesplittert war, dass der ans Rückenmark gedrückt hat.“
Es folgte eine langwierige Genesung. Ob und in welchem Umfang sie wieder Sport treiben könnte, war zunächst ungewiss.
Neureuther: „Ich bin sehr, sehr dankbar“
Heute blickt die ehemalige Biathletin mit großer Dankbarkeit auf ihren Genesungsprozess zurück. Trotz der Schwere ihrer Verletzungen gelang ihr die Rückkehr in den Spitzensport – auch wenn sie nicht mehr ganz an die Erfolge aus der Zeit vor dem Unfall anknüpfen konnte.
„Das hat alles ziemlich lange gedauert. Aber es ist alles wieder gut geworden, ich habe sogar wieder Leistungssport machen können danach, wenn auch nicht ganz problemfrei“, erzählte Neureuther.
Im Alltag spüre sie die Folgen des Unfalls offenbar nicht mehr in einem Ausmaß, das sie wesentlich einschränkt: „Meinen Alltag kann ich super bewältigen. Da haben andere Menschen viel mehr Pech in solchen Situationen, deswegen bin ich sehr sehr dankbar, dass bei mir alles gut gegangen ist.“
Ein schwerer Unfall führt zu unerwartetem Glück
Doch die Zeit nach dem Unfall brachte nicht nur Schmerzen, Unsicherheit und einen langen Weg zurück – sie führte Neureuther auch zu ihrem heutigen Ehemann Felix. Während der Rehabilitation lernten sich die beiden Wintersportler besser kennen.
„Wir hatten eine super Zeit, haben toll trainiert und uns näher kennengelernt, das wäre sonst vermutlich auch nicht passiert“, erinnerte sich Neureuther, die 2019 ihre Karriere offiziell beendete.
Rückblickend fand die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin deshalb sogar versöhnliche Worte für eine der schwierigsten Phasen in ihrem Leben: „Es gibt selten im Leben etwas, das ohne Grund passiert – und wenn das der Grund war, dass wir zusammenkommen und jetzt vier Kinder haben, war es doch der beste Grund überhaupt – also für mich.“ Seit 2017 ist das Wintersport-Traumpaar glücklich verheiratet.
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Aus einem Unfall, der Miriam Neureuthers sportliche Zukunft ernsthaft gefährdete, entstand damit zumindest indirekt auch eine der wichtigsten Begegnungen ihres Lebens.