Bahnrad-WM: Dörnbach Sechster im Zeitfahren

von SID
Bahnrad-WM: Dörnbach Sechster im Zeitfahren

Nach dem Keirin-Silber reicht es für den Thüringer wie erwartet nicht zur zweiten Medaille in Shanghai.

Maximilian Dörnbach hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai einen Tag nach seinem Silbercoup im Keirin eine zweite Medaille verpasst. Der 30 Jahre alte Thüringer belegte im Zeitfahren über 1000 m den sechsten Platz.

Außenseiter Dörnbach fuhr im Finale im Shanghai Velodrome 1:00,552 Minuten. Zu Bronze fehlte ihm letztlich mehr als eine Sekunde. Benjamin Boos kam als zweiter deutscher Starter knapp hinter Dörnbach auf Platz sieben (1:00,662). Für die bislang letzte deutsche Medaille in dieser Disziplin hatte Joachim Eilers 2021 mit Bronze gesorgt, 2016 war Eilers Weltmeister.

Gold sicherte sich souverän der niederländische Topfavorit Jeffrey Hoogland. Der Weltrekordler triumphierte in 58,713 Sekunden und sicherte sich seinen fünften WM-Titel in dieser Disziplin. Silber ging an den Franzosen Etienne Oliviero (59,365) vor dem Briten Joseph Truman (59,414).

Vorjahres-Weltmeister Harrie Lavreysen (Niederlande) war nicht im Zeitfahren am Start, der Ausnahmefahrer hatte am Donnerstag im Keirin vor Dörnbach seinen 22. WM-Titel gewonnen.

Im Showdown der Verfolgungs-Giganten revanchierten sich Italiens Straßenrad-Stars für die bittere Team-Pleite gegen Dänemark. Topsprinter Jonathan Milan gewann in 4:00,769 Minuten das Finale in der Einerverfolgung gegen Frederik Madsen (4:06,038). Der zweimalige Tour-Etappensieger Milan, der nach 2024 seinen zweiten Titel in dieser Disziplin gewann, hatte in der Qualifikation am Morgen seinen Weltrekord auf 3:58,850 Minuten gedrückt.

DEINE MEINUNG

Der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna, der bereits sechsmal WM-Gold in der Einerverfolgung gewonnen hat, sicherte sich im kleinen Finale in einem weiteren italienisch-dänischen Duell in 4:02,275 Minuten Bronze gegen Rasmus Pedersen (4:07,291). Am Vortag hatten die Dänen das mit Spannung erwartete Finale in der Teamverfolgung gegen Italien deutlich gewonnen. Die deutschen Starter Paul-Felix Petry (13.) und Max-David Briese (16.) schieden am Morgen in der Qualifikation aus.

Im Punktefahren wurde Moritz Augenstein, Weltmeister von 2025 im Scratch, guter Sechster. Im Omnium kam Lea Lin Teutenberg auf Platz 16. Das Sprint-Finale der Frauen gewann die Chinesin Yan Liyin gegen die zweimalige Weltmeisterin Emma Finucane. Die deutschen Medaillenkandidatinnen Lea Sophie Friedrich (Viertelfinale) und Pauline Grabosch (Achtelfinale) waren bereits am Donnerstag ausgeschieden.