Musiala? Matthäus sieht ein Problem unter Jürgen Klopp
Was hat Klopp Ihnen mitgegeben, Herr Wirtz?
Jamal Musiala und Florian Wirtz zählen zu den größten Hoffnungsträgern der deutschen Nationalmannschaft. Für Lothar Matthäus könnte genau das für Bundestrainer Jürgen Klopp jedoch zu einer der schwierigsten Aufgaben auf dem Weg zur EM 2028 werden.
Lothar Matthäus glaubt nicht, dass Jürgen Klopp langfristig auf eine Offensivreihe mit sowohl Jamal Musiala als auch Florian Wirtz setzen wird. Nach den ersten Spielen unter dem neuen Bundestrainer sieht der Rekordnationalspieler im aktuellen System erhebliche Herausforderungen.
Dabei würde Matthäus die beiden Ausnahmekönner eigentlich gerne gemeinsam auf dem Platz sehen. „Ging es nach mir, können gerne Jamal Musiala und Florian Wirtz zusammenspielen“, erklärte er in seiner Kolumne bei Bild, in der er die Thematik als „Luxus-Problem“ betitelte.
Allerdings verwies Matthäus auf die notwendige Balance der Mannschaft. „Klopp hat nun beim Griechenland-Spiel bestätigt, dass Wirtz bei ihm grundsätzlich auch links außen spielen kann. Doch mit Kimmich als einzigem Sechser wäre das Duo Musiala/Wirtz gegen Top-Mannschaften zu offensiv“, argumentierte der 65-Jährige. „Dieses Problem muss Klopp lösen.“
Musiala oder Wirtz? „Klingt absurd“
Aus dieser Einschätzung leitet der Weltmeister von 1990 eine klare Konsequenz ab. „Dann heißt es für Klopp in seinem System: Musiala ODER Wirtz!“
Das sei besonders brisant, weil es sich nach Ansicht von Matthäus um zwei der wichtigsten deutschen Spieler handelt. „Der Bayer und der Liverpooler sind wohl unsere besten Spieler, wenn sie wieder in Topform kommen. Einen davon draußen zu lassen, klingt daher absurd.“
Die Nase vorn hat derzeit wohl Wirtz, der gegen Serbien sehenswert traf und auch gegen Griechenland überzeugte. Musiala musste einen weiteren Rückschlag verkraften und mit einer Muskelverletzung vorzeitig abreisen. Im FIROCKX DOPPELPASS auf SPORT1 hatte auch Stefan Effenberg die zukünftige Rolle von Musiala als gefährdet eingeschätzt.
Matthäus erinnert an WM 1974
Um seine Argumentation zu verdeutlichen, zog Matthäus einen historischen Vergleich. „Aber wir erinnern uns: In der deutschen Fußball-Geschichte gab es dieses Luxus-Problem schon einmal. Damals hieß es: Günter Netzer oder Wolfgang Overath.“
Der damalige Bundestrainer Helmut Schön habe die Frage letztlich beantwortet, indem er auf den lauf- und kampfstärkeren Overath setzte. Netzer kam bei der Heim-WM nur zu einem Kurzeinsatz, während Overath als Stammspieler Weltmeister wurde.
Eine ähnliche Entscheidung zwischen Musiala und Wirtz würde Matthäus allerdings lieber vermeiden. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Klopp die Frage beantworten könnte mit: Musiala UND Wirtz!“, sagte er.
Nach den ersten vier Länderspielen unter dem neuen Bundestrainer glaubt er daran jedoch nicht: „Nach Ansicht der ersten vier Länderspiele glaube ich aber nicht – vorausgesetzt, Klopp bleibt seinem System treu –, dass wir diese Lösung bei der Europameisterschaft 2028 sehen werden.“
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.