Marathon-Zoff: „Haben 45 Minuten auf sie gewartet“

Marathon-Zoff: „Haben 45 Minuten auf sie gewartet“

Trotz ihres Streckenrekords in Köln zeigt sich Esther Pfeiffer enttäuscht. Zur Siegerehrung der Frauen erscheint sie nicht - und wird deshalb scharf kritisiert.

Der Frust war Esther Pfeiffer deutlich anzusehen. Dabei hatte sie in Köln ihren eigenen Streckenrekord über die Halbmarathon-Distanz um vier Sekunden nach unten geschraubt. Zur anschließenden Siegerehrung der Frauen erschien sie nicht. Davon zeigten sich nicht nur einige Zuschauer vor Ort irritiert, sondern auch die Zweitplatzierte Fabienne Königstein – und die wetterte im Anschluss auf Instagram gegen die Siegerin.

„Es ist traurig, dass die heutige Siegerin nicht diese Wertschätzung teilt und nicht einmal zur Siegerehrung gekommen ist, wobei wir noch 45 Minuten in der Kälte auf sie gewartet haben“, schrieb sie in einem Instagram-Beitrag und bezog sich damit auf Pfeiffer.

„Ich könnte auch frustriert sein“

„Ich könnte mit meiner 1:10:54h über den Halbmarathon auch frustriert sein, war ich Anfang August doch noch auf einem ganz anderen Niveau“, schrieb Königstein. Ihre Leistung wusste sie dennoch einzuordnen: „Aber bedenkt man, dass ich vier Wochen lang nach der EM kaum trainieren konnte und der Körper erst so allmählich wieder mit den Umfängen klar kommt, war das eine solide Leistung heute.“

Für Königstein ginge es in solchen Rennen um mehr als persönliche Bestleistungen: „Heute bin ich gelaufen, weil ich das Laufen, den Wettkampf, die Menschen, die mit mir laufen und die ich an so einem Wochenende treffe, einfach liebe.“

Nicht jeder Wettkampf könne in einem neuen persönlichen Rekord resultieren. „Das gibt eine sportliche Karriere bzw. das Leben einfach nicht her. Höhen und Tiefen wechseln sich ab“, so Königstein, die damit offensichtlich in Richtung Pfeiffer schoss.

Pfeiffer sichtlich enttäuscht

Die 29-jährige Pfeiffer war nach dem dramatischen Aus beim Berlin Marathon überraschend über die Halbmarathon-Distanz im Rahmen des Kölner Marathons gestartet. Die Spitzenläuferin hatte sich ein hohes Ziel gesetzt: In Köln wollte sie ihren persönlichen Halbmarathon-Rekord auf eine Zeit unter 67 Minuten schrauben – das gelang ihr nicht.

Im Ziel zeigte Pfeiffer sich sichtlich enttäuscht – zur anschließenden Siegerehrung der Frauen erschien sie nicht. Einen offiziellen Grund hat die 29-Jährige bisher nicht kommuniziert.