Norris fordert Sperre nach Crash-Chaos
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Großes Chaos nach dem Safety-Car-Restart beim Großen Preis von Aserbaidschan: Weltmeister Lando Norris wird Opfer einer Kettenreaktion und spricht sich hinterher für Sperren aus.
Bitterer Rückschlag für Lando Norris beim Großen Preis von Aserbaidschan! Der Formel-1-Weltmeister ist nach einem Restart infolge einer Safety-Car-Phase Opfer einer Kettenreaktion geworden und in die Streckenbegrenzung gekracht.
Auslöser des Unfalls in Runde 36 war Alpine-Pilot Franco Colapinto. Der Argentinier verbremste sich beim Neustart komplett und fuhr in seinen Teamkollegen Pierre Gasly. Gasly rutschte dadurch in Norris. Der McLaren-Pilot drehte sich und schlug mit dem Heck in der Bande ein. Für Norris, Colapinto und Gasly war das Rennen damit beendet.
Nach seinem Ausfall fand Norris deutliche Worte. Aus seiner Sicht reichen die üblichen Strafen bei solchen Zwischenfällen nicht aus. „Ich wurde einfach aus dem Rennen genommen. Ich finde, die FIA sollte strenger vorgehen und für solche Vorfälle Sperren verhängen“, schimpfte der Weltmeister.
Norris wird deutlich: „So ein Fahrstil hat in der Formel 1 nichts zu suchen“
„Das ist leichtsinnig. Das kostet auch eine Menge Geld. Alle meine Teile liegen jetzt im Müll“, fuhr er fort. „Die Leute sollten einfach gesperrt werden, denn so ein Fahrstil hat in der Formel 1 nichts zu suchen.“
Der McLaren-Pilot erwartet von Formel-1-Fahrern, die besonderen Bedingungen bei einem Restart entsprechend zu berücksichtigen. „In der Formel 1 erwartet man meiner Meinung nach von den Fahrern, dass sie solche Situationen vorhersehen“, betonte Norris.
Abschließend hob der Brite hervor: „In der Formel 1 wollen wir uns mit den besten Fahrern der Welt messen, und wenn so etwas passiert, dann liegt es daran, dass sie dort nichts zu suchen haben.“
Colapinto sprach mit Blick auf die Szene von einem „großen Fehler“ seinerseits. „Ich habe mit kalten Reifen und kalten Bremsen komplett die Räder blockiert und habe die Kontrolle völlig verloren“, schilderte er. „Da gibt es nicht viel mehr zu sagen, als mich beim Team, natürlich bei Pierre und bei allen Mitarbeitern zu entschuldigen.“
Formel 1: Mehrere Unfälle nach Restart
Auch bei Racing Bulls krachte es beim Restart zwischen den Teamkollegen. Arvid Lindblad konnte nicht mehr rechtzeitig verzögern und fuhr Liam Lawson ins Auto.
Der Neuseeländer reagierte am Funk mit reichlich Sarkasmus: „Ich liebe es, von meinem Teamkollegen aus dem Rennen genommen zu werden. Richtig stark.“
Zur Safety-Car-Phase war es ursprünglich gekommen, weil Alexander Albon in Runde 31 frontal in die Bande gerauscht war, nachdem seine Räder beim Anbremsen in einer Kurve blockiert hatten.