Niederländer schimpfen über deutsches Tor
Kimmich mit deutlichen Worten an van Dijk
Deutschlands Führungstor gegen die Niederlande sorgt nicht nur auf dem Platz für Ärger. Auch TV-Experte Rafael van der Vaart schimpft - auch über einen aberkannten Treffer für Oranje.
Das deutsche Führungstor beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp in der Nations League hat in den Niederlanden für wütende Reaktionen gesorgt.
Rafael van der Vaart schimpfte als NOS-Experte: Das Verhalten der DFB-Spieler vor dem 1:0 in der 32. Minute sei „unsportlich“ gewesen.
Van der Vaart wirft Kimmich Täuschung vor
Brobbey hatte im Mittelkreis am Boden gelegen, das DFB-Team ließ den Ball weiter laufen. Dennoch hätte die Elftal „weiterspielen“ müssen: Joshua Kimmich tue so, „als wolle er den Ball wegschießen, und alle hören auf“, kritisierte van der Vaart.
Auch der aberkannte Führungstreffer der Elftal erzürnte Oranje. Neben dem niederländischen Kapitän Virgil van Dijk äußerten insbesondere frühere Nationalspieler scharfe Kritik. „Das ist eine absolute Schande“, wetterte van der Vaart angesichts der Szene in der 15. Minute.
Auch aberkanntes Tor für Niederlande sorgt für Wut
Was war passiert? Brian Brobbey hatte sich Marc-André ter Stegen bei einer Ecke in den Weg gestellt, der DFB-Torhüter griff daneben, als van Dijk per Kopf traf. Der spanische Schiedsrichter Alejandro Hernandez entschied nach Ansicht der Videobilder auf Foulspiel.
„Es ist unglaublich“, schimpfte der 109-malige Nationalspieler van der Vaart. Brobbey mache „ja kaum etwas. Man darf sich natürlich berühren. Der Torwart darf nicht machen, was er will. Es war einfach eine sehr schwache Torwartleistung. Dem schloss sich Ex-Profi Ronald de Boer an: „Das war kein grobes Foul; das ist völlig unfair.“ Laut van Dijk sei der Treffer „sehr leichtfertig“ aberkannt worden.
Klopp verteidigt seine Spieler
Klopp sah das anders. Brobbey sei „fast viereckig, Marc kommt nicht dran vorbei“, sagte er bei RTL: „Es ist eine tolle Ecke, aber es ist ein Foul.“
Dass sein Team vor dem 1:0 durch Felix Nmecha weitergespielt hatte, verteidigte der Bundestrainer: „Die Regel ist auch da so: Es wird weitergespielt. Die Jungs werden aufgefordert, den Ball nicht rauszuspielen. Wir nutzen die Situation grandios.“