Paukenschlag bei der FIFA

von SID
Nächste Verbalattacke gegen Infantino

Nächste Verbalattacke gegen Infantino

Die FIFA trennt sich von einem internen Kritiker des Präsidenten. Die Zusammenarbeit mit Kevin Lamour wird für beendet erklärt.

Gut zwei Wochen nach der scharfen Kritik von Kevin Lamour am FIFA-Präsidenten Gianni Infantino hat sich der Weltverband des Fußballs von seinem Betriebsdirektor getrennt. Die FIFA bestätigte am Montagabend auf SID-Anfrage einen Bericht der New York Times.

„Die FIFA kann bestätigen, dass die Zusammenarbeit mit Kevin Lamour als Chief Operating Officer am 17. August 2026 beendet wurde“, teilte der Verband mit. „Die FIFA dankt Kevin für seine zwei Jahre im Dienst und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.“ Ansonsten werde zum Thema „kein weiterer Kommentar“ abgegeben.

FIFA-Chef Gianni Infantino steht weiter im Mittelpunkt des Interesses
FIFA-Chef Gianni Infantino steht weiter im Mittelpunkt des InteressesFIFA-Chef Gianni Infantino steht weiter im Mittelpunkt des Interesses© IMAGO / STEINSIEK.CH

Lamour stellte sich gegen Infantino

Nach Bekanntwerden von Infantinos Plan, Anteile an der WM und anderen Turnieren an Investoren zu verkaufen, hatte Lamour sich eindeutig gegen seinen Chef gestellt.

Infantino habe seine Mitarbeiter hintergangen, schrieb Lamour in einem offenen Brief, er nehme in Kauf, wegen seiner Kritik gegebenenfalls seinen Job zu verlieren. So ist es nun gekommen.

Kevin Lamour wird von der FIFA kaltgestellt
Kevin Lamour wird von der FIFA kaltgestelltKevin Lamour wird von der FIFA kaltgestellt© IMAGO / Newspix

Nach einem gewaltigen Aufschrei quer durch den Fußball hat Infantino seine Investorenpläne verworfen.

Derzeit sammelt er Unterstützer, um sich bei der Wahl im März als Präsident bestätigen zu lassen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht weiterhin mit einem Boykott von FIFA-Turnieren.