Der deutsche Rennfahrer Pascal Wehrlein greift nach seinem zweiten Weltmeistertitel in der Formel E. Der Fahrer des Teams Porsche gewann beim Saisonfinale in London das erste von zwei Rennen und übernahm die Führung in der Gesamtwertung vom Briten Jake Dennis (Andretti). Damit hat Wehrlein den Gewinn der Fahrerwertung vor dem Showdown am Sonntag (16.05 Uhr MESZ/DF1) in der eigenen Hand.

„Riesendank an das Team. Genau so muss es gehen“, sagte der erleichterte Fahrer nach seinem ersten Platz. „Ich konnte den Sieg nach Hause bringen, das war sehr wichtig.“ Es sei „so cool, dass es aufs letzte Rennen ankommt“, sagte er und kündigte an: „Wir versuchen, das morgen zu wiederholen.“

Formel E: Großes Finale birgt Spannung um Wehrlein

Dennis hielt den Kampf mit Wehrlein durch Platz zwei im Rennen aber spannend, Rang drei belegte der Portugiese Antonio Felix da Costa. Mit 169 Punkten beträgt Wehrleins Polster auf Dennis nun fünf Zähler. Mitch Evans (Neuseeland/Jaguar), zuvor punktgleich mit Wehrlein, im Rennen aber nur auf Rang acht, musste abreißen lassen und steht bei 148 Zählern.

Den ersten kleinen Erfolg hatte der ehemalige Formel-1-Fahrer schon vor dem Rennen gefeiert: Weil er sich die Pole Position sicherte, die in der Formel E mit drei Punkten belohnt wird, hatte er bereits den Rückstand auf Spitzenreiter Dennis auf zwei Zähler verkürzt und war mit dem Zweitplatzierten Evans gleichgezogen.

Vor dem großen Finale besitzen dennoch einige Fahrer Chancen auf den WM-Titel. Insgesamt 29 Punkte können die Fahrer maximal noch holen: Drei für Startplatz eins, einen für die schnellste Runde und 25 für den Rennsieg.

Für Wehrlein könnte sich am Sonntag ein Stück weit persönliche Geschichte wiederholen: Schon 2024 hatte er einen Rückstand mit zum Finale nach London gebracht – und sich durch einen Sieg und einen zweiten Platz noch an Evans vorbeigeschoben. Das einstige Formel-1-Talent war damit erstmals Weltmeister in der Elektrorennserie geworden.