Ihren überraschenden Bronze-Coup bei den Heim-Weltmeisterschaften in Aachen konnte Dressurreiterin Katharina Hemmer selbst kaum fassen. Sie habe sich „niemals erträumen können, eine Einzelmedaille hier in Aachen zu gewinnen“, freute sich die Reiterin.
Die Emotionen standen ihr nach dem überragenden Tanz im Spezial, mit dem sie Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth noch vom Siegertreppchen stieß, ins Gesicht geschrieben.
Hemmer weint nach erster WM-Medaille
Eigentlich sei der Plan lediglich gewesen, „hierherzukommen und alles zu genießen“, sagte die 32-Jährige, die in der berüchtigten Aachener Soers ihre WM-Premiere feiert. Sie wisse, „dass man so etwas nicht oft im Leben erlebt. Jetzt hier bei den Weltmeisterschaften zu sein… mit meinem besten Freund“, erzählte die Reiterin, dann stockte sie: „Denoix ist ein ganz, ganz besonderer Pferd für mich. Er bedeutet mir alles.“ Nach den emotionalen Worten rollten ihr auch ein paar Freudentränen über die Wangen.
Erst im Vorjahr hatte Hemmer bei der EM ihr erstes Championat für die deutsche Equipe bestritten, damals verpasste sie nach dem Teamgold als Vierte hauchdünn das Podest im Spezial.
Erste Einzelmedaille in Hemmers Karriere
Mit ein wenig Verzögerung darf sie nun aber überraschend die erste Einzelmedaille ihrer Karriere feiern – vor Ikone Werth, der nach einigen Fehlern nur der vierte Rang mit ihrer Wendy blieb.
Dabei habe sie nach dem WM-Titel im Team vor drei Tagen noch gesagt, „alles was jetzt kommt ist die Kirsche auf der Torte“, freute sich die frischgebackene Bronzemedaillengewinnerin nun.
Für den Rest der WM steht für Hemmer, von Bundestrainerin Monica Theodorescu längst in Katharina „Hammer“ umbenannt, und ihren Denoix nun wohlverdiente Entspannung an. Auf die abschließende Kür am Samstag (ab 19.00 Uhr) verzichtet die Reiterin.