Gesa Felicitas Krause hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold über 3000 m Hindernis gewonnen und damit den ersten Titel für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in England geholt. Die 34-Jährige aus Trier setzte sich am Donnerstagabend vor Alice Finot (Frankreich) und ihrer Teamkollegin Olivia Gürth durch.
„Mir fehlen fast ein bisschen die Worte (…) Ich fühle mich so gut, es macht mir Spaß, es ist mein Leben. Ich habe mir damit mein eigenes Lebenswerk geschaffen und solange ich diese Freude, dieses Strahlen tragen kann und mein Körper das mitmacht, möchte ich diesem Sport treu bleiben“, sagte Krause im Nachgang strahlend im ZDF.
Krause hatte bereits 2016 und 2018 im Hindernisrennen gesiegt, zudem holte sie 2012 Bronze und 2021 Silber. Nun krönte sie mit 34 Jahren ihre Karriere – vorerst.
Krause holt erneut Gold, Meyer stürzt
Im Finale bestimmten die Deutschen das Tempo. Lea Meyer ging sehr schnell an, strauchelte mit Siegchancen aber beim letzten Durchgang am Wassergraben direkt neben Krause liegend und wurde Vierte. Sie vergoss im Ziel Tränen der Enttäuschung.
Ganz im Gegenteil dazu strahlte Krause: „Heute war schon etwas ganz Besonderes. Ich habe schon in Rom versucht, Gold zu gewinnen. In München musste ich leider absagen. Umso schöner ist es nach acht Jahren mal wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen. Das sind Momente, die kommen gar nicht so oft. Wenn man das rückblickend betrachtet, ist das meine dritte Medaille, ich darf zum dritten Mal die Hymne hören. Vielleicht ist es zum letzten Mal. Umso bedeutsamer ist dieser heutige Moment für mich.“