Beim 400-Meter-Triumph von „Local Hero“ Matthew Hudson-Smith hat Jean Paul Bredau bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die nächste Sensation eines deutschen Sprinters verpasst. 24 Stunden nach dem Bronze-Coup von Owen Ansah über die 100 Meter rannte der deutsche Meister die Stadionrunde in 44,93 Sekunden und wurde damit starker Fünfter.

Von Europarekordler Hudson-Smith, Olympia-Zweiter von Paris und Vize-Weltmeister von 2023, erwarteten die britischen Fans nichts weniger als den Titel. Der 31-Jährige wuchs in Birmingham auf, begann im Alexander Stadium mit der Leichtathletik, für die Titelkämpfe wurde eine temporäre Tribüne nach ihm benannt – der Druck war also immens.

Alles gegeben: Jean Paul Bredau
Alles gegeben: Jean Paul BredauAlles gegeben: Jean Paul Bredau© picture-alliance / Sipa USA/SID/Arena Akcji

Doch Hudson-Smith blieb cool, holte nach 44,17 Sekunden sein insgesamt drittes EM-Gold über die 400 m. Silber ging an Muhammad Abdallah Kounta (44,40/Frankreich), Bronze holte der Niederländer Jonas Phijffers mit neuem Landesrekord (44,41).

Leichtathletik-EM: Letzte deutsche 400-m-Medaille 2002

Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) war im Halbfinale ausgeschieden.

Vor 24 Jahren gewann zuletzt ein deutscher Sprinter eine EM-Medaille über die 400 m, Ingo Schultz holte 2002 in München sogar den Titel.