Freud und Leid liegen im Sport bekanntermaßen oft nah beieinander. Ein Satz, vermutlich so alt wie das Kräftemessen im Wettkampf selbst. Während die deutsche Rosina Schneider bei der Leichtathletik-EM im Vorlauf über die 100-Meter-Hürden mit 12,75 Sekunden persönliche Bestzeit lief und sich als Erste für den Medaillenkampf am Dienstag qualifizierte, endete der Abend für die Norwegerin Louise Skarbövik Andresen in Tränen.
Dabei lief die 22-Jährige eigentlich ein gutes Rennen. Eng war sie Schneider auf den Fersen und hatte die Qualifikation für das Finale in der eigenen Hand. „Sie ist hier ja auf dem besten Weg, ihren persönlichen Rekord deutlich zu unterbieten“, jubelten die norwegischen TV-Kommentatoren beim Sender NRK noch.
Bitterer und heftiger Sturz bei der Leichtathletik-EM
Doch dann kam die letzte Hürde. Mit dem rechten Fuß voraus wollte Andresen das Hindernis überspringen, trat aber frontal in die Barriere und stürzte.
Mit dem Gesicht schlug sie auf die blaue Tartanbahn auf und blieb liegen, zum Glück ohne ernsthafte Verletzung, aber danach blieb sie erst einmal auf der Bahn liegen.
Hürdenläuferin in Tränen aufgelöst
Erst mit Verspätung kam die Norwegerin wieder auf die Beine, weinte aber auf dem Weg ins Ziel und zu den Interviews schon bittere Tränen.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich habe hart daran gearbeitet, wieder dorthin zu kommen, wo ich in Rom (EM 2024, Anm. d. Red.) war. Ich hatte das Gefühl, heute dort zu sein, aber nein, es war ein Reinfall, um es mal so zu sagen. Ich bin voller Schürfwunden“, rang sie im Interview bei NRK um Worte.