Lange hat man in Cottbus auf die Rückkehr in die zweite Liga warten müssen. Etwas mehr als zwölf Jahre, um exakter zu sein. Beim ersehnten Comeback gegen Hannover 96 kam es an diesem Sonntag gleich zweimal zu Verspätungen beim Anpfiff.
Der kuriose Grund für die Verzögerung der ersten Halbzeit: Das Funksystem des Schiedsrichterteams war kaputt. Später sorgte dann die Stadiontechnik für Durcheinander.
2. Bundesliga: Funk-Panne verzögert Anpfiff in Cottbus
Um 13.30 Uhr sollte der Unparteiische Lars Erbst das Spiel im Stadion der Freundschaft ursprünglich freigeben. Aufgrund „technischer Probleme in der Kommunikationseinheit der Schiedsrichter“, wie es bei Sky hieß, verzögerte sich der Saison-Auftakt jedoch.
Allzu lange mussten sich die rund 20.000 in der ausverkauften Arena glücklicherweise nicht gedulden. Um 13.39 Uhr waren alle Störungen behoben und die Partie konnte mit knapp zehnminütiger Verspätung starten.
Ein ähnliches Bild bot sich dann auch in Hälfte zwei. Während beide Mannschaften schon auf dem Platz bereitstanden, verließ Erbst mit einem fast schon abwinkenden Lächeln die Katakomben. Wieder verzögerte sich der Anpfiff um fast zehn Minuten. Grund: Im gesamten Stadion war der Strom ausgefallen.
Sportlich ließen die Brandenburger davon allerdings nicht beeinflussen und setzten sich gegen den Mitfavoriten im Aufstiegsrennen durch Tore von Butler und einem Cigerci-Doppelpack mit 3:1 durch.
Schon einmal fiel in Cottbus der Strom aus
Cottbus-Präsident Sebastian Lemke sprach von einer „Überlastung“ im System. Für die Spieler bedeutete das Änderungen im sonst so durchgetakteten Ablauf. „Es ist schon ärgerlich, auch nervig. Du bereitest dich vor, dass du jetzt auf den Platz gehst, dann lässt die Konzentration vielleicht ein bisschen nach“ erklärte Tolcay Cigerci. „Mal schauen, ob sie das in zwei Wochen wieder hinbekommen“, scherzte Leonardo Bittencourt.
Nicht das erste Mal, dass dem Duell zwischen Cottbus und Hannover der Stecker gezogen wurde. Schon 1997 fiel im Stadion der Freundschaft der Strom aus, die Umstände waren damals deutlich dramatischer. Als Meister der Regionalligen Nord und Nordost kämpften beide damals um den direkten Aufstieg in die zweite Liga.
Nach dem 0:0 im Hinspiel stand es im Rückspiel 1:1, ehe nach rund 60 Minuten beim Flutlichtspiel das Licht ausging. Nach der etwa zwölf-minütigen Unterbrechung drehten die Lausitzer den Spielverlauf und sicherten sich, ebenfalls mit einem 3:1-Erfolg, den Aufstieg.