Im Streit um einen Startplatz in der 2. Handball-Bundesliga hat die HSG Krefeld Niederrhein eine Niederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen erlitten.
Krefeld hatte offensiv die Rechtmäßigkeit der Lizenzerteilung für den ehemaligen deutschen Vizemeister angezweifelt. Das Vertrauensgremium der Erst- und Zweitligisten wies die entsprechenden Anträge nun aber zurück, wie die Handball-Bundesliga GmbH am Mittwoch mitteilte.
Krefeld stellte sogar Strafanzeige
Zweitliga-Absteiger Krefeld hatte von einer „mutmaßlich erschlichenen“ Lizenz des Konkurrenten gesprochen und sogar Strafanzeige erstattet. Die HSG Nordhorn-Lingen lebe „seit der Saison 2024/25 deutlich über ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten“, so der Vorwurf, bei den Lizenzanträgen sei „in offenbar beträchtliche Ausmaße mit geschönten Zahlen“ gearbeitet worden.
Das unabhängige Vertrauensgremium des HBL e.V. erklärte nun, dass „keine Anhaltspunkte ersichtlich“ seien, dass die Lizenz für 2026/27 „nicht rechtmäßig ergangen“ sei. Weil Krefeld aber die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche initiiert hat, dürfte der Streit noch nicht beendet sein.