Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, hat mit Gianni Infantino und dessen gescheiterten Plänen, Anteile an Weltmeisterschaften an externe Investoren zu verkaufen, knallhart abgerechnet.
Nicht nur die Fußballwelt atmete am Samstag auf. Auch Hainer zeigte sich erleichtert. „Zunächst mal muss ich sagen, ist es ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist“, sagte Hainer vor dem Abflug der Münchner zur Asien-Tour.
Massive Kritik – Infantino knickt ein
Der Weltverband FIFA hatte nach massiver Kritik seine Investorenpläne aufgegeben. Das teilte Präsident Infantino in der Nacht von Freitag auf Samstag in einem Statement mit.
Die fehlende Transparenz im Vorfeld beäugte Hainer besonders kritisch: „Ich denke, die UEFA hat ja ganz klar gesagt, dass sie Transparenz vermisst, und auch von Vertrauensverlust gesprochen. Denn wenn man sich vorstellt: Niemand war vorher eingeweiht. Die ganzen Verbände wurden überrascht und das lag über Nacht auf dem Tisch.“
Hainer: „Froh, dass der Spuk beendet wurde“
„Fußball muss Fußball bleiben. Die FIFA hat als oberster Dachverband die Aufgabe, den Fußball zu organisieren. Wenn Fremdinvestoren mitbestimmen wollen, dann besteht immer die Gefahr, dass die Grundprinzipien und Grundstrukturen des Fußballs angegriffen werden“, wurde Hainer deutlich.
Geht es nach dem 72-Jährigen, müsse man zukünftig sicherstellen, „dass so eine Idee nicht mehr auf den Tisch kommt. Da bin ich wirklich der festen Überzeugung und sehr froh, dass gerade auch die UEFA so rangegangen ist, damit dieser Spuk beendet wurde.“
Neben Hainer hatten auch Sportvorstand Max Eberl und Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Pläne von Infantino heftig kritisiert.