Der TSV 1860 München startet nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga in seine erste Regionalliga-Saison seit 2017/18. Um 14 Uhr treffen die Löwen direkt in einem Topspiel auf den 1. FC Schweinfurt 05.

Bereits kurz nach dem Anpfiff lag der TSV direkt zurück, denn in der zweiten Minute erzielte Jason Prodanovic die Führung für Schweinfurt. Lauris Bausewein flankte den Ball von der rechten Seite in den Strafraum der Sechziger, wo der Linksverteidiger zum 1:0 einnickte. Die kalte Dusche für die Löwen!

Doch daraufhin waren sie das spielbestimmende Team und kreierten einige Chancen. In der 34. Minute sorgte dann Michael Eberwein für den Ausgleich. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld schloss der 30-Jährige eiskalt ab.

Florian Niederlechner (r.) und der TSV 1860 München starten in die Regionalliga-Saison
Florian Niederlechner (r.) und der TSV 1860 München starten in die Regionalliga-SaisonFlorian Niederlechner (r.) und der TSV 1860 München starten in die Regionalliga-Saison© IMAGO/Sven Simon

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Das Duell der Drittliga-Absteiger

Es ist nach dem 5:0-Erfolg im Bayerischen Landespokal gegen Kreisklasse-Team SV Eintracht 60 Berglern das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Alper Kayabunar und mit dem neu zusammengestellten Kader, den Routinier Florian Niederlechner als Kapitän anführt.

Während der TSV 1860 München aus finanziellen Gründen aus der 3. Liga abstieg, scheiterte Schweinfurt sportlich. Mit nur 21 Punkten aus 38 Spielen war das Kapitel in der 3. Liga für die Schnüdel nach nur einer Saison wieder beendet.

Doch auch am ersten Spieltag der neuen Regionalliga-Saison ging es für den 1. FC Schweinfurt gleich miserabel weiter. Gegen den TSV Aubstadt verlor das komplett neu formierte Team mit 1:5.

Die Münchner Löwen hatten aufgrund der ungeraden Anzahl an Teams am ersten Spieltag spielfrei und starten somit erholt in das Duell der Absteiger. Die Fans scheinen auf jeden Fall komplett hinter ihrer Mannschaft zu stehen.

1860-Fans stehen hinter ihrem Verein

Hunderte Fans zogen am Mittwoch zum Wettersteinplatz und sorgten für Aufbruchsstimmung beim letzten öffentlichen Training der Löwen vor dem Saisonauftakt. Auch der Ansturm auf die Dauerkarten für die neue Saison war riesig.

Die Auswirkungen der finanziellen Krise waren den gesamten Sommer über spürbar. Die KGaA, bei der bislang das Spielrecht angesiedelt war, meldete Insolvenz an. Der Stammverein gründete daraufhin eine neue Spielbetriebs-GmbH. Aufgrund des anhaltenden Rechtsstreits mit Ismaik treten die Löwen zum Saisonstart zudem nicht mit ihrem gewohnten Vereinswappen an, sondern mit einem historischen Ersatzlogo.

Für 1860 geht es in der Regionalliga Bayern von Beginn an darum, die Fans und die Euphorie der Post-Ismaik-Ära aufrechtzuerhalten. Das wohl größte Ziel des Traditionsvereins ist die schnellstmögliche Rückkehr in den Profifußball.