Die erste Saison von Florian Wirtz in Liverpool lief durchwachsen. Der 23-Jährige ließ sein Können zwar immer wieder aufblitzen, zeigte aber im Anschluss auch wieder dürftige Auftritte. Während Kritiker die Leistungsschwankungen teils mit der Eingewöhnungszeit begründeten, reagiert sein Coach jetzt mit einer Positionsänderung. Wirtz soll wieder mehr aus der Mitte agieren.
„Natürlich gilt das für alle Spieler, aber gerade bei Flo brauchen wir eine gute Version von Florian. Ich sehe ihn eher in der Position hinter dem Stürmer. Wir wissen, dass er manchmal eher auf der linken Seite eingesetzt wurde, aber wir werden damit beginnen, mit ihm in dieser Position hinter dem Stürmer zu arbeiten“ erklärte Andoni Iraola auf einer Pressekonferenz des LFC.
Iraola sieht Wirtz im Zentrum
Damit unterscheidet sich der neue Liverpool-Trainer auch von Ex-DFB-Trainer Julian Nagelsmann, der Wirtz in der Vergangenheit vornehmlich über links starten, dann aber auch immer wieder ins Zentrum ziehen ließ.
Also ab durch die Mitte und zurück in die Komfortzone für den Nationalspieler? Seine besten Zeiten in Leverkusen hatte er auf jeden Fall im Zentrum des offensiven Mittelfelds, das zeigen zumindest die Werte.
Bei den Reds lassen seine Statistiken zumindest den Schluss zu, dass Wirtz die Rolle des Spielgestalters besser liegt als die des Außenbahnspielers. 49 Spiele absolvierte er in seiner Premieren-Saison, 31 davon im Zentrum, 15 über Links- und drei über Rechtsaußen. Auf beiden Flügelpositionen gelangen ihm je zwei Vorlagen und ein Treffer.
Allein ob der höheren Einsatzzeit als „Zehner“ lesen sich seine Scorer auf dieser Position natürlich schon besser. Sechs Assists und fünf eigene Treffer gelangen ihm als Zentrumsspieler. „Als Spieler ist er ziemlich komplett. Wir wollen versuchen, das, was er bereits mitbringt, und das ist sehr gut, noch weiter auszubauen“, befand der neue Liverpool-Coach.
Wirtz soll für Liverpool zum Faktor werden
Von seinen dafür vorgesehenen Flügelspielern erwartet sich der spanische Übungsleiter indes mehr Flexibilität, lässt sie in der Vorbereitung sogar gezielt auf ihrer „schwachen“ Seite spielen.
„Ich weiß, die meisten von ihnen haben eine bevorzugte Seite, aber vielleicht wirst du in 70 Prozent ihrer Spiele dort spielen, oder vielleicht brauchen wir dich in manchen Spielen auf der anderen Seite“, erklärte er diesen Schritt. „Ich finde, das ist eine tolle Fähigkeit, denn letztendlich wird man dadurch weniger vorhersehbar.“
Aktuell verweilen Wirtz und Co. in der Vorbereitung in den USA. Am 23. August beginnt für Liverpool die Premier-League-Saison 2026/27 mit einem Auswärtsspiel in Newcastle.