Vom 30. Juli bis zum 2. August 2026 kämpfen die besten Golferinnen der Welt bei den AIG Women’s Open 2026 um den Titel. Austragungsort der 50. Ausgabe der Women’s British Open ist mit dem Royal Lytham and St. Annes Golf Club in Lytham-St. Annes, England, ein traditionsreicher Links-Kurs. Wer sichert sich den Titel beim letzten Major der LPGA-Saison?

Mit Nelly Korda und Haeran Ryu treffen hier zwei Spielerinnen aufeinander, die 2026 bereits jeweils zwei Majors gewonnen haben. Korda triumphierte bei der Chevron Championship und den US Women’s Open, während Ryu die Women’s PGA Championship sowie die Evian Championship für sich entschied. 

Wir schauen zusammen mit Buchmacher Betano auf die Favoritinnen und Außenseiterinnen der AIG Women’s Open 2026!

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Damen-Golf: Die Favoriten und Außenseiter der British Open 2026

Royal Lytham & St. Annes zählt zu den traditionsreichsten Golfplätzen der Welt und war zuletzt 2018 Austragungsort der Women’s Open. Damals setzte sich Georgia Hall durch. Insgesamt ist es bereits das sechste Mal, dass das Major in Lytham ausgetragen wird. 144 Weltklasse-Spielerinnen gehen dieses Jahr an den Start. 

Der klassische Links-Kurs könnte dabei vor allem Spielerinnen zugutekommen, die mit Wind, wechselnden Wetterbedingungen und den besonderen Anforderungen eines britischen Küstenplatzes gut zurechtkommen. Deshalb sollte bei der Wettanalyse nicht ausschließlich auf die Weltrangliste oder die jüngsten Ergebnisse geschaut werden.

Beim Markt “Wer gewinnt die Damen British Open 2026” hat Betano aktuell folgende Quoten im Angebot: 

  • Nelly Korda 7,80
  • Haeran Ryu 11,5
  • Atthaya Thitikul 11,5
  • Miyu Yamashita 11,5
  • Hyo Joo Kim 20,0
  • Ruoning Yin 20,0
  • Sei Young Kim 25,0
  • Lottie Woad 28,0
  • Charley Hull 28,0
  • Lydia Ko 28,0
  • Akie Iwai 30,0
  • Alim Kim Kim 32,0
  • Hye Jin Choi 35,0
  • Gaby Lopez 35,0
  • Ina Yoon 35,0
  • Brooke Henderson 40,0
  • Nasa Hataoka 40,0
  • So Mi Lee 50,0
  • Jin Hee Im 50,0
  • Minami Katsu 55,0

Nelly Korda

Nelly Korda geht als Weltranglistenerste und dominierende Spielerin im Damengolf ins Turnier. Die US-amerikanische Golferin war im April im Memorial Park eine Klasse für sich und fuhr einen souveränen Fünf-Schläge-Vorsprung-Sieg ein. So einen großen Abstand hatte es bei der Chevron Championship seit 18 Jahren nicht mehr gegeben. Die 28-Jährige ist damit neben Juli Inkster (1989) und Amy Alcott (1991) eine von nur drei Spielerinnen in den letzten 50 Jahren, die ein LPGA-Major-Turnier gewannen, nachdem sie nach jeder Runde mit mehreren Schlägen geführt hatte.

Bei den US Women’s Open im Riviera Country Club ging es allerdings viel enger zu. Korda sicherte sich erst mit einem nervenaufreibenden Par-Putt aus einem Meter Entfernung am letzten Loch den Titel. Somit gewann die Spielerin aus Florida als erste Amerikanerin seit Pat Bradley im Jahr 1986 die ersten beiden Major-Turniere der Saison und war erst die zweite US Women’s Open-Siegerin, die nach 18 Löchern auf Platz 50 oder schlechter lag (sie belegte den geteilten 56. Platz). Korda steht bei vier Major-Titeln und ist nur noch einen Titel vom Grand Slam und zwei Titel vom Super Slam entfernt. Bei Links-Plätzen konnte die Favoritin bislang aber noch nicht vollends überzeugen.

Haeran Ryu

Haeran Ryu feierte im Juni mit ihrem Sieg bei der KPMG Women’s PGA Championship ihren ersten Major-Titel. Die Südkoreanerin drehte einen Zehn-Schläge-Rückstand auf die Führende Ina Yoon nach der ersten Runde und setzte sich schließlich mit zwei Schlägen Vorsprung durch. Das war das größte Comeback in der Geschichte der Women’s PGA Championship. Ryu ist zudem erst die siebte Spielerin seit 1990, die in ihren ersten vier Saisons auf der LPGA Tour jeweils einen Sieg erringen konnte. 

Ihren zweiten Major-Titel sicherte sich die 25-Jährige gerade mal zwei Wochen später. Beim Evian Championship setzte sie sich im Stechen gegen Brooke Henderson durch. Vor allem die dritte Runde von Ryu wird im Gedächtnis bleiben: Mit neun Birdies und einem Eagle kam sie auf das historische Ergebnis von 11 unter Par. Zuvor hatte noch nie eine Golferin eine 60er-Runde bei einem Major-Turnier gespielt. Zudem waren ihre 29 Schläge auf den ersten neun Löchern die beste Neun-Loch-Runde im Evian Resort Golf Club. Bei den Women’s Open verfügt sie im Vergleich zu Korda über deutlich weniger Erfahrung. Das könnte auf einem anspruchsvollen Links-Kurs wie Royal Lytham & St. Annes eine Rolle spielen.

Miyu Yamashita

Im vergangenen Jahr setzte sich Miyu Yamashita bei den British Open gegen Charley Hull durch und gewann ihren ersten Major-Titel. Nun möchte die Japanerin als erste Spielerin seit Yani Tseng im Jahr 2011 den Titel bei den AIG Women’s Open verteidigen. Buchmacher Betano sieht die 24-Jährige dank ihrer guten Form in den letzten drei Monaten auch auf Platz 4. Nach ihrem dritten Platz im Mai bei der Kroger Queen City Championship hat Yamashita an drei Major-Turnieren teilgenommen und dabei die Plätze 34, 12 und 4 belegt. 

Sie gewann außerdem die Meijer LPGA Classic und präsentierte sich mit einem fünften Platz bei den Scottish Open in guter Form. Und hätte sie bei der PGA Championship und der Evian Championship nicht so einen schwachen Start hingelegt, wäre hier wohl ein weiterer Major-Titel fällig gewesen. Die Japanerin hat bei ihren drei vorherigen Teilnahmen an der AIG Women’s Open eine starke Bilanz vorzuweisen: Nach einem 13. Platz bei ihrem Debüt in Muirfield 2022 und einem geteilten 21. Platz in Walton Heath 2023 gelang ihr in Royal Porthcawl schließlich der große Durchbruch. 

Akie Iwai

Akie Iwai startete gut ins Jahr 2026 und gehört nun zu den Top 20 der Weltrangliste. Die Japanerin belegte zu Beginn der Saison in Saudi-Arabien und Japan jeweils den zweiten Platz, bevor sie beim letzten Major-Turnier, der Evian Championship, den dritten Platz erreichte. Die 24-Jährige geht somit mit drei Top-20-Platzierungen in Folge ins nächste Turnier. Iwai hat sich bisher auf Links-Golfplätzen meistens bestens zurechtgefunden und belegte bei ihren ersten beiden Women’s Open die Plätze 11 und 7, bevor sie im letzten Jahr den 40. Platz erreichte. Damit hat sie bei diesem Major in allen drei Fällen den Cut geschafft.

Brooke Henderson

Brooke Henderson fühlt sich mit nur einer Top-10-Platzierung bei diesem Major bisher beim Links-Golf nicht wirklich wohl. 2018 reichte es auf dem Royal Lytham & St. Annes aber immerhin für Rang 11. Und jetzt kehrt sie mit zwei Podiumsplätzen – dritter Platz bei der Women’s PGA Championship und zweiter Platz bei der Evian Championship – bei den letzten beiden Majors in bestechender Form zurück. 

Korda geht als klare Favoritin ins letzte Major der Saison, muss aber ihre bisherige Links-Schwäche überwinden. Titelverteidigerin Yamashita und die formstarke Ryu gelten als ernsthafte Herausforderinnen. Historisch spricht auf dieser Anlage zudem einiges für den Heimvorteil: Die letzten beiden Austragungen der AIG Women’s British Open in Royal Lytham & St. Annes brachten jeweils Erfolge von Golferinnen mit direktem Bezug zur Heimregion. So müssen wir dieses Mal auch Hull (28,0) und Lottie Woad (28,0) im Auge behalten. 

Woad hat jüngst in Schottland auf einem Links-Platz, wo das Scoring schwierig war, ziemlich gut gespielt. Und Hull geht bereits zum 15. Mal bei der Women’s Open an den Start. Ihre große Erfahrung und die Unterstützung des heimischen Publikums könnten auf den Links-Courses den Unterschied ausmachen. 

Wetten auf die Siegerin eines Golf-Turniers sind aber besonders schwierig, da fast 150 Spielerinnen um den Titel kämpfen. Selbst die Favoritinnen müssen über vier Runden konstant auf höchstem Niveau spielen. Wetter, Wind, Platzbedingungen und Tagesform können den Ausgang jederzeit beeinflussen. Schon eine schwache Runde kann die Siegchancen deutlich verringern. Deshalb sind auch Tipps auf die Favoritinnen immer mit einem gewissen Risiko verbunden und müssen vorsichtig gespielt werden.

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