Der Nahost-Krieg sorgt im Motorsport weiter für Probleme und Verschiebungen. Die beiden letzten Saisonrennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), die im Oktober in Katar und im November in Bahrain stattfinden sollten, werden durch Rennen in Barcelona und Monza ersetzt. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit.
„Diese Entscheidung haben wir mit großem Bedauern getroffen, da Katar und Bahrain langjährige Partner der WEC sind. Bis heute unterlagen die meisten unserer Hersteller Reisebeschränkungen, die ihre Teilnahme sehr erschwert oder sogar unmöglich gemacht hätten“, erklärte WEC-Chef Frédéric Lequien der Nachrichtenagentur AFP. Die WEC habe es „vorgezogen, schnell zu handeln, anstatt eine Entscheidung in letzter Minute zu riskieren“.
Nahost-Krieg? Formel 1 zögert noch
Damit handelt die Langstrecken-WM anders als die Formel 1. In der Motorsport-Königsklasse stehen noch Fragezeichen hinter den geplanten Rennen in Katar (29. November) und dem Saisonfinale in Abu Dhabi (6. Dezember). „Wir wollen die Entscheidung so lange wie möglich hinauszögern“, sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali zuletzt bei Sky. Im April waren bereits die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ausgefallen, als Ersatz für Bahrain wird laut Weltverband FIA Anfang Oktober in Malaysia gefahren.
Bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft werden in Barcelona und Monza jeweils Sechs-Stunden-Rennen ausgetragen. Zur Saison gehört auch das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das im Juni stattfand.