Jetzt ist es offiziell: Zinédine Zidane ist neuer Trainer der französischen Nationalmannschaft. Die lebende Fußball-Legende wurde in Paris als Nachfolger von Erfolgscoach Didier Deschamps vorgestellt. Der 54-Jährige erhielt einen Vertrag bis zur WM 2030.
Zidane hat viele Jahre lang auf diesen Moment gewartet: Seit seinem Abschied von Real Madrid 2021 hat er kein Team mehr übernommen. Der Posten bei „Les Bleus“ galt stets als sein erklärtes Ziel.
Seine ersten Worte als neuer Nationaltrainer drehten sich dennoch nicht um den Antritt seines Traumjobs.
Zidanes besondere Worte zum Einstieg
„Zunächst möchte ich allen Feuerwehrleuten meine Unterstützung aussprechen – viele Familien durchleben gerade eine schwierige Zeit“, sagte Zidane mit Blick auf die schweren Waldbrände, die Frankreich derzeit heimsuchen.
Dann widmete sich Zidane dem Sportlichen: „Ich habe es schon oft gesagt: Es gibt nichts Größeres als die französische Nationalmannschaft“, sagte er. Es sei „daher eine Freude und natürlich ein großer Stolz, Trainer dieser französischen Nationalmannschaft zu werden.“
Er habe in den vergangenen Jahren diverse Angebote ausgeschlagen. Aber er habe sich immer als kommender Trainer des Nationalteams gesehen: „Aus diesem Grund habe ich keinen Verein gewählt. Das Einzige, was ich nach Madrid machen wollte, war die französische Nationalmannschaft.“
Zidane beerbt Deschamps nach 14 Jahren
Bei der Vorstellung ergriff auch Verbandspräsident Philippe Diallo das Wort: „Es ist ein außergewöhnlicher Moment, den wir heute Vormittag erleben. Es ist fast 14 Jahre her, dass der Verband mit einer solchen Situation konfrontiert war.“
Deschamps hatte bei Frankreich fast eineinhalb Jahrzehnte an der Seitenlinie gestanden. Im Januar des vergangenen Jahres hatte er sich für einen Abschied nach der WM 2026 – bei der er mit Frankreich Vierter wurde – entschieden. Im Februar hatte Diallo dann Kontakt zu Zidane aufgenommen.
Er wolle die „vierzehnjährige Arbeit von Didier und seinem Stab würdigen“, sagte Zidane. Ein besonderer Gedanke gelte auch all seinen Lehrern: „Es versteht sich von selbst, dass ich große Ambitionen für die französische Nationalmannschaft habe!“
Mit Superstar und Kapitän Kylian Mbappé habe er sich bisher nicht gesprochen, verriet der neue Coach noch: „Wir haben uns nicht mit Kylian ausgetauscht. Das Wichtigste für ihn ist, sich nach dieser langen Saison auszuruhen. Im September werden wir Gelegenheit haben, mit ihm und den anderen Spielern zu sprechen.“