Fünf Tage nach seinem üblen Sturz und dem damit verbundenen Aus bei der Tour de France hat Florian Lipowitz ein Update zu seinem Gesundheitszustand gegeben.
„Mir geht es natürlich den Umständen entsprechend ganz gut. Die OP ist gut verlaufen, ich bin jetzt schon wieder daheim und fokussiere mich auf die Erholung“, erklärte der deutsche Hoffnungsträger vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe vor dem Start der letzten Etappe in der ARD.
Lipowitz, der auf der 16. Etappe beim Einzelzeitfahren in einer Kurve schwer gestürzt war und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog, sei noch nicht ganz schmerzfrei: „Ich habe noch ein bisschen mit dem Rücken und mit dem Atmen zu kämpfen.“
Tour de France: Lipowitz bedankt sich für Unterstützung
Er freue sich am meisten darauf, wenn sein Schlüsselbein wieder ganz verheilt sei und „ich dann ohne Schmerzen auf dem Rad sitzen kann und genau das machen kann, was mir am meisten Spaß macht“.
Der 25-Jährige nannte keinen genauen Zeitplan für seine angepeilte Rückkehr. Außerdem bedankte er sich für die zahlreichen Rückmeldungen nach seinem Sturz. „Es ist natürlich super schön zu sehen, dass die ganzen Fans und Außenstehenden mir zusprechen. Das gibt natürlich auch wieder Motivation, so schnell wie möglich zurück aufs Rad zu kommen“, betonte Lipowitz.
Generell sei er den Fans für die große Unterstützung und „unglaubliche Stimmung“, die er bereits in den zwei Wochen zuvor erfahren habe, sehr dankbar.
Lipowitz: „Da können alle darauf stolz sein“
Die Tour habe Lipowitz nach eigenen Angaben in den Tagen nach seiner Verletzung nicht aktiv verfolgt, dennoch sei er stets über die Ergebnisse seines Teams informiert worden. „Ich habe zwei Wochen mitgekämpft und es freut mich natürlich, dass sie es jetzt so bis nach Paris nach Hause gebracht haben“, meinte er.
Lipowitz‘ Kollege Remco Evenepoel gewann bei der aktuellen Tour die 15. und 16. Etappe. Die Gesamtwertung beendete der Belgier auf Rang zwei. Lipowitz bezeichnete das Resultat als „Riesenerfolg“. Das ganze Team habe auf das Ergebnis hingearbeitet.
„Am Ende steht ein Fahrer auf dem Podium, aber es ist natürlich ein riesiges Team, was dahintersteht. Da können alle darauf stolz sein und ich hoffe, dass sie heute in Paris ordentlich feiern“, sagte Lipowitz.
Teamchef vermisst Lipowitz: „Tut mir ein bisschen weh“
Teamchef Ralph Denk schmerzte Lipowitz‘ Fehlen bei den Feierlichkeiten in Paris. „Es tut mir ein bisschen weh. Florian habe ich schon vermisst. Ich hätte ihn gerne hier gehabt. Ich glaube, Florian hätte am letzten Wochenende eine große Rolle gespielt“, sagte Denk in der ARD.
Lipowitz habe einen „Bombenjob“ gemacht, so Denk: „Er ist in einer super Form hier angekommen. Dass er dann so nach Hause musste, tut mir heute noch leid für ihn. Er weiß aber, wie es sich anfühlt, hier auf dem Podium zu stehen. Ich würde es ihm von Herzen gönnen, wenn er hier wieder einmal auf dem Podium steht.“